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"Aktienanalyse"

  • Fachrichtung:Wirtschaftswissenschaft
  • Studienfach:Anlagepapiermarkt
  • Thema:
    Aktienanalyse
  • Art der Arbeit:Bachelorarbeit
  • Seitenzahl:9
  • Einzigartigkeit:98%
Seminararbeit
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Einzigartigkeit
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1.1. Ansätze bei der technischen Analyse
Die technische Analyse beschäftigt sich mit der Analyse des Kursverlaufs eines Wertpapiers anhand von Formationen, des Kursverlaufs selbst sowie verschiedenen Indikatoren. Die Grundlage der technischen Analyse ist das Chart, wobei die x-Achse die Zeitskala und die y-Achse die Kursskala ist. Die Darstellung des Kursverlaufs ist in unterschiedlichen Formen möglich. Die beliebtesten Darstellungsformen sind japanische Kerzen, Linien und Balken- oder Säulencharts.
Als Ansätze sollte man des Weiteren auch automatisierte Entscheidungshilfen nennen – Makros und Roboter für Trading-Software helfen oft, relativ zuverlässige Entscheidungen zu treffen. Ein gut abgestimmtes Makro kann auf bestimmte Patterns warten und im Eintritt von solchen die Aktien automatisch kaufen oder verkaufen, je nachdem, wie die Vorgabe lautete. Dies ist eine automatisierte Vorgehensweise und erfordert eine gesonderte Betrachtung.
1.2. Lineare Methoden
Die Besonderheit der Liniencharts besteht darin, dass nur Schlusskurse zur Darstellung des Kursverlaufs verwendet werden. Die Informationen betreffend Hoch- und Tiefkurse werden nicht dargestellt oder analysiert. Hier verweise ich gern auf die Abbildung 1 im Abbildungsverzeichnis.
1.3. Säulenmethoden
Säulen- oder Balken enthalten für einen Trader vier Informationen: die senkrechte Linie, die sich zwischen Tageshöchstkurs und Tagestiefstkurs erstreckt, Tagesschlusskurs (waagerechter Strich nach rechts) und manchmal Eröffnungskurs, dargestellt durch einen waagerechten Strich links des Balkens. Die Balkencharts sind in verschiedenen Timeframes zu analysieren: als Monats-, Wochen- und anschließend als Tagescharts. Mit langfristigen Charts gewinnt man den Überblick über die Entwicklung des langfristigen Trends, während bei der Tagescharts-Analyse die Entscheidung betreffend des Markteinstiegs bzw. der Schließung der Tradingposition getroffen wird.
Bitte sehen Sie sich dazu auch die Abbildung 2. Die bei dem Autor in der genannten Quelle abgebildeten Abbildungen belegen, dass diese Methode bereits in den Anfängen des Tradings verwendet wurde, noch bevor sich die graphischen Interfaces entwickelten. Es muss sich um die 1980er gehandelt haben. Das Säulenprinzip beschreibt also, dass ein hoher Durchbruch gegen Plus wahrscheinlich bedeutet, dass der Preis auch später wachsen wird, während ein weiteres Indiz danach darauf hinweist, dass ein großer Investor sich daraufhin einen großen Anteil von Aktien beschafft. Dies bedeutet auch eine weitere Wertsteigerung. Man denke nur an das Marktgleichgewicht (vgl. Kolb, 2008, S. 78) – weniger Aktien auf dem Markt bedeutet einen höheren Preis für die Aktien.
1.4. Japanische Kerzen
Japanische Kerzen (englisch Candle sticks) enthalten noch eine Information, nämlich die Farbe. Weiße oder auch grüne bzw. blaue Kerzen zeigen für das gewählte Timeframe, dass der Kurs gestiegen ist (bullische Kerze), während die schwarzen oder roten Kerzen den Kursverfall (Bärenkerze) in dem gewählten Zeitabschnitt zeigen. Jede Kerze besitzt im Normalfall einen Strich oberhalb des Körpers, Docht oder Schatten genannt. Dies zeigt den Höchstkurs an. Der Schatten unterhalb des Kerzenkörpers zeigt den Tiefstpreis. Wichtig ist es, zu verstehen, dass nicht nur die Kerze alleine an sich interpretiert werden kann, sondern auch die Kerzengruppen. Insbesondere in der Nähe von Unterstützungs- und Widerstandslinien ist die globale Charts-Wahrnehmung wichtig.
Die Abb. 3 zeigt den Verlauf des Kurses von DAX 30. Man kann deutlich sehen, dass auf dem Niveau von 13 493,95 ein Kampf zwischen Bären und Bullen stattfindet, da der Preis vom Index dieses Levels nicht nach oben durchschlagen kann. Es handelt sich um eine sogenannte Widerstandslinie / Resistence Line. Auf dem gleichen Chart lässt sich ebenfalls erkennen, dass sich auf dem Level von 13 127,05 der Preis mehrmals nach unten durchzubrechen versuchte. Dies ist allerdings nicht gelungen. Es handelt sich um eine Support Line, also die sogenannte Unterstützungslinie. Vermutlich wird dieser Level den Preis halten, sodass mit einer Entwicklung nach oben zu rechnen ist. Dafür spricht auch, dass die blaue Kerze keine Schatten aufweist und die letzte rote Kerze einen kürzeren Körper als die vorletzte blaue Kerze hat.

Abbildung 3: Kerzen, DAX 30, 03.11-10.11.2017, Timeframe 1h

In Wirklichkeit stellen die Widerstands- und Unterstützungslinien nicht unbedingt eine Linie dar. Sie können auch als Zonen ausfallen, innerhalb welcher der Kampf zwischen Käufern und Verkäufern stattfindet.
Des Weiteren ist es wesentlich, zu verstehen, dass eine Kerze für Timeframe von einem Tag nichts anderes ist als 24 Kerzen des Timeframes für eine Stunde. Das heißt also, man darf nicht davon ausgehen, dass die Kerze – wenn diese Rot ist – immer einen permanenten Preisabfall präsentiert. Der Preis kann innerhalb des Kerzenkörpers mehrmals nach oben und nach unten springen. Dies wurde auf der folgenden Abbildung dargestellt:

Abbildung 4: Preisverhalten innerhalb einer Kerze

Das bedeutet, dass die Entscheidung nicht nur aufgrund einer Kerze getroffen werden sollte. Es ist ratsam, immer mehrere Timeframes zu betrachten. Auf den längeren Timeframes werden die Tendenzen bestimmt, auf den kürzeren Timeframes die Entscheidungen getroffen.

2 Aussagefähige Muster
2.1. „Schultern und Kopf“
2.2. „Doppelte Spitze“
2.3. Dreieck
2.4. Fahne
2.5. Windfahne
2.6. Rechteck

3 5. Indikatoren bei der technischen Aktienanalyse
3.1. MACD
Einer der beliebtesten Indikatoren ist der MACD (Moving Average Convergance Divergance). Er nimmt die Differenz zwischen zwei exponentiellen Durchschnitten von zwölf und 26 Tagen und berechnet anschließend einen 9-Tage gleitenden Durchschnitt dieser Differenz, der die Funktion der Signallinie übernimmt. Das Kaufsignal liegt vor, wenn die primäre MACD-Linie die 9-Tage-Linie nach oben durchbricht. Die Verkaufsentscheidung erfolgt, wenn die MACD-Linie unter die Signallinie fällt.
Zum Herausfiltern der Entscheidungen, welche eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit haben, werden Überkauft- und Überverkauftzonen definiert, um extreme Osszilatorwerte zu isolieren.
Abbildung 5: Es wird gemacht werden:
Überkauft- oder Überverkauftsignale können den Trader dazu veranlassen, antizyklische Positionen in Erwartung der Umkehr des Trends einzugehen oder bestehende Trades zu schließen oder zu reduzieren.

3.2. Stochastischer Indikator
3.3. Auswahl der Werkzeuge für die technische Aktienanalyse
4 Fazit
Die technische Analyse ist zweifelsfrei ein Instrument, welches von jedem Trader bei der Entscheidungsfindung verwendet wird. Allerdings wurden die meisten Methoden, Indikatoren und Interpretationen in den Zeiten entwickelt, wo langfristige Betrachtungsweisen auf dem Markt dominierten. Inzwischen ist der Aktienmarkt viel schnelllebiger geworden. Dank moderner Technologien wird ein großer Teil der Transaktionen von Trading Robotern hochfrequent durchgeführt. Das heißt, dass ein manuell handelnder Marktteilnehmer die Entscheidung über den Markteintritt oder über das Schließen der offenen Position schneller treffen muss. Er muss im Hier und Jetzt einschätzen können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Kurs nach oben oder nach unten verläuft. Das bedeutet, dass das Portfolio der Analyseinstrumente um weitere, modernere Betrachtungsweisen der Charts erweitert werden müssen. Als Beispiele wären hier Price Action, Volume-Spread-Analyse sowie die Analyse von Wellen von Elliot zu nennen. Der Trend ist nur in dem Fall Freund eines Traders, wenn dieser erkennen kann, in welche Richtung die Market-Maker den Kurs treiben. Und der alleinige Einsatz der technischen Analyse in klassischer Form reicht nicht im vollen Maße aus, um dieses Bedürfnis des Traders nach der Information zur Einstiegs- oder Ausstiegsentscheidung abzudecken.

5 Literaturverzeichnis
NISON, Steve (2013): Technische Analyse mit Candle Sticks: alle wichtigen Formationen und ihr Praxiseinsatz, 6. Aufl., München
SCHWAGER, Jack D. (2003): Schwager über Technische Analyse: Einstieg, Anwendung, Vertiefung, 1. Aufl., München
KHAN, Michael N. (2001):
BROWN, Stephen J./GOETZMANN, William N. und KUMAR, Alok (1998): The Dow Theory: William Peter
Hamilton’s Track Record Reconsidered, in: The Journal of Finance, Vol. 53, S. 1311– 1333.
FAMA, Eugene F. (1970): Random Walks in Stock Market Prices, in: Financial Analyst Journal, Vol. 21, S. 55–59.
FOCK, J. Henning/KLEIN, Christian und ZWERGEL, Bernhard (2005): Performance of Candle-Stick Analysis on intraday futures data, in: Journal of Futures Markets, Vol. 13, S. 28–40.
HORTON, Marshall J. (2009): Stars, Crows, and Doji: The Use of Candlesticks in Stock Selection, in: Quarterly Review of Economics and Finance, Vol. 49, S. 283–294.
JEGADEESH, Narasimhan und TITMAN, Sheriadan (1993): Returns to Buying Winners and Sellings losers: Implications for Market Efficiency, in: The Journal of Finance, Vol. 48, S. 65–91.
LEVY, Robert (1967): Relative Strength as a Criterion for Investment Selection, in: The Journal of Finance, Vol. 22, S. 595–610.
LO, Andrew W./MAMAYSKY, Harry und WANG, Jiang (2000): Foundations of Technical Analysis: Computational Alogorithms, Statistical Inference, and Empirical Implementation, in: The Journal of Finance, Vol. 55, S. 1705–1765.
MARSHALL, Ben R./YOUNG, Martin R. und ROSE, Lawrence C. (2006): Candlestick Technical Trading
Strategies: Can they Create Value for Investors? in: Journal of Banking and Finance, Vol. 30, S. 2303–2323.

Abkürzungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Beispiel lineares Chart DAX 30
Quelle: //www.netdania.com/Default.aspx

Abbildung 2 Säulenprinzip
Quelle: Murphy, John J. Technische Analyse der Finanzmärkte: Grundlagen, Strategien, Methoden, Anwendungen. Inkl. Workbook; FinanzBuch Verlag, 2006. S. 289
Eidesstattliche Versicherung

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