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"Buchanalyse des Buches “Steppenwolf” von Hermann Hesse"

  • Fachrichtung:Literatur 
  • Studienfach:Buchanalyse
  • Thema:
    Buchanalyse des Buches “Steppenwolf” von Hermann Hesse
  • Art der Arbeit:Hausarbeit
  • Seitenzahl:3
  • Einzigartigkeit:100%
Seminararbeit
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Einzigartigkeit
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Im Modul 11 mit dem Namen “Christliche Anthropologie” soll eine Buchanalyse des Buches “Steppenwolf”

von Hermann Hesse in Bezug auf die Fragestellung „Wie bewertet der Protagonist die christliche Gesellschaft?“ (Was schränkt ihn ein, was bewegt ihn?) hergestellt werden. Der Prof. bittet dabei um eine sozialarbeiterische Selbstreflexion.

 

Wie bewertet der Protagonist die christliche Gesellschaft? Was schränkt ihn ein? Was bewegt ihn?

Hermann Hesse gilt als Klassiker der deutschen und der Weltliteratur. Seine Werke sind hochwertig, da er in ihnen unter anderem viele wichtige Fragen aufwirft, die als ewig gekennzeichnet werden können.

Die ewigen Fragen und Fragestellungen wurden stets als Herausforderungen in der Gesellschaft wahrgenommen. Folgende Begriffe und Konzepte  blieben und bleiben nach wie vor für die Gesellschaft und das Individuum von außerordentlicher Gewichtigkeit: Gott, Liebe, Tod, Leben, Lebenssinn, Mission des Individuums auf der Erde. Danach wurde immer gefragt. Diese Fragen sind logisch, da das Leben jedes Menschen beschränkt ist. Somit ist die Welt- und Selbsterkenntnis für eine Person an sich begrenzt und bruchstückhaft. Es wird in der Gesellschaft (in erster Linie in der westlichen Gesellschaft) der Wert der Erkenntnis, der Naturerkenntnis sowie der Welterkenntnis angekündigt und als das erstrebenswerte Ziel propagiert. Beide Erkenntnisprozesse (die Welt- und die Selbsterkenntnis) sind mühselig und einigermaßen schmerzhaft, weil sie im Voraus unerreichbar sind.

Die profane und die religiöse Weltanschauung fallen in diesem Punkt zusammen, indem sie diese Tatsache in der unterschiedlichen verbal-konzeptionellen Gestalt darstellen. Die profane Lebensvorstellung erklärt das Leben dynamisch, naturbedingt sowie zyklisch und betrachtet einen Menschen als ein biologisches Lebewesen (nicht als Tier natürlich), dessen physische und geistige Physiologie ihm so viel Erkenntnis ermöglicht, wie es durch Naturgesetze und durch eigene Leistung sowie Fähigkeiten des einzelnen Individuums bestimmt ist. Die profane Lebensanschauung ist empirisch und zweifelt an dem Konzept des Absoluten und des Besten grundsätzlich. Die Wissenschaft (nicht nur ausgerechnet naturbezogenes Wissen, sondern auch sozial- und geistesbezogenes Wissen) ist der Unterpfand und der Prüfstein für die Entwicklung der Gesellschaft und die Wertschätzung des Individuums.

Die religiöse Weltanschauung unterscheidet sich von der profanen Weltanschauung wesentlich. Das System der religiösen Weltanschauung ist gottbezogen. Das bedeutet nicht, dass es nicht dynamisch oder nicht kontinuierlich ist. Aber die Grundsätze des Lebens und der Lebenssinn an sich werden darin anders zum Ausdruck gebracht. Der Gott wird zum Höchstpunkt des menschlichen Werdegangs erklärt. Die Entwicklung des Menschen und seine Errungenschaften werden in Bezug auf die religiösen Grundsätze evaluiert, was eigentlich aus ethischen bzw. moralischen Gründen nicht so negativ wäre. Das Dasein eines Individuums ist auf solche Weise nicht sinnlos. Jeder Mensch wird als eine einzigartige Kreatur des Schöpfers verstanden, die von ihm in die Welt geschickt wurde, um den Lebensweg durchzugehen und am Ende des Lebenswegs wünschenswert zu ihm zurückzukehren. Allerdings gelingt es nur jenen Leuten, die das fromme Leben führten. Für die Sünder sieht das Christentum die Hölle und das Fegefeuer vor. Für die Frommen ist es das Paradies. Aber sowohl die Seele des Sünders als auch die Seele des Frommen erfährt keinen Tod im eigentlichen Sinne.   Aus Platzmangel ist es hier nicht möglich, auf diesen Standpunkt ausführlich einzugehen.

Die begabten Personen, welche die Tradition der deutschen Kunstgeschichte Künstler nennt, sind keine Ausnahmen. Hermann Hesse, den die Welt zweifelsohne für den Künstler und vielmehr für den Dichter hält, widmet in seinem Schaffen diesen philosophischen Fragestellungen viele Überlegungen. Zudem soll seine Abstammung nicht außer Acht gelassen werden. Er kommt aus dem Pfarrerhaus. Er bekam eine christliche Erziehung, sodass für ihn das Verhältnis des Individuums zum Gott, zur Spiritualität im weiteren Sinne von Kindheit an intensiv war.

Die Benutzung der persönlichen Erlebnisse und auch der Erlebnisse aus der Kindheit in den Schriften ist für mehrere Schriftsteller ein geläufiges Verfahren. Herrmann Hesse benutzt seine persönlichen Erlebnisse und seine persönliche Erfahrung in seinen Werken.

Andererseits soll erwähnt werden, dass die Werke der Belletristik unumstritten erfundene Welten und Umstände zu Tage bringen. Die Kunst des Schriftstellers des hohen Niveaus besteht darin, die Handlung möglichst künstlerisch darzustellen und sie nicht nur aufgrund der persönlichen Erfahrung aufzubauen.

Herrmann Hesse fügt seinen Werken vieles Persönliches bei. Doch ist er auch ein Schriftsteller, der mit der Tradition der Weltliteratur und der Weltphilosophie sowie mit der Tradition der deutschen Literatur und der deutschen Philosophie gut vertraut ist. Seine Werke sind daher nicht nur für eine reine philologische Interpretation interessant. Sie werden mitunter von den Vertretern unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen gelesen und analysiert.

Die Theologie und ihr anwendungsbezogener Teil (darunter meine ich Diakonie) entnimmt seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen viel Stoff, der für die Arbeit mit Menschen eine wichtige Rolle spielt.

In den Romanen von Herrmann Hesse und im Roman «Steppenwolf» insbesondere erlebt die Hauptfigur eine geistige Krise und fühlt sich der Gesellschaft gegenüber abgekapselt sowie unterschätzt. Die Opposition des Bürgers, des gewöhnlichen Menschen, der in erster Linie an tägliche Sorgen und an laufende Probleme denkt und des Bürgers (die letzten werden auch Künstler bezeichnet), der tief an den Sinn des Lebens denkt, der die Wahrheit und die profunde Selbsterkenntnis begehrt, wird in den Schriften von Herrmann Hesse unterschiedlich, zwiespältig und mehrdeutig geschildert.

 

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