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"Grammatikbeschreibungen des Deutschen zu den Zeitformen"

  • Fachrichtung:Sprachwissenschaften 
  • Studienfach:Zeitformen
  • Thema:
    Grammatikbeschreibungen des Deutschen zu den Zeitformen
  • Art der Arbeit:Hausarbeit
  • Seitenzahl:1
  • Einzigartigkeit:99%
Seminararbeit
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Einzigartigkeit
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Jeder Satz in der deutschen Sprache verfügt über mindestens ein Verb, dessen Form immer ein bestimmtes Zeitverhältnis signalisiert. Dieses Zeitwertältnis wird auch als Tempus genannt.  Im Deutschen werden folgende Tempora unterschieden: das Präsens, das Präteritum, das Perfekt,  das Plusquamperfekt, das Futur I und das Futur II (vgl. DUDEN 2016: 657), wobei das Deutsche nur zwei Grundtempora habe: das Präsens und das Präteritum, alle andere seien zusammengesetzt und ihre Bedeutung sei aus den Bestandteilen zu erklären (vgl. Hoffmann 2016: 250). Laut Helbig/Buscha bezieht sich das Präsens nicht nur auf etwas Aktuelles (Das Kind wartet auf seine Mutter), sondern auch auf generelles, das sog. atemporale Präsens (vgl. Helbig/Buscha 1970: 147). Das Präsens im letzten Fall hat keinen Zusammenhang mit objektiver Zeit: Alle Wege führen nach Rom. Das Buch besteht aus fünf Teilen.  Darüber hinaus dient das Präsens zur Bezeichnung eines Zukünftiges Geschehens, dabei kann die Zukunftsbedeutung „durch eine zusätzliche fakultative Temporalbestimmung noch verstärkt werden, sie ist aber auch ohne diese vorhanden“ (Helbig/Buscha 1970:147): Ich fahre (nächste Woche) in Urlaub. Er schreibt (morgen) eine Prüfung.  Die Vergangenheit kann ebenfalls durch das Präsens ausgedrückt werden, dabei handelt es sich um historisches Präsens: 1939 beginnt der zweite Weltkrieg.  In der schriftlichen Sprache wird für die Bezeichnung der Vergangenheit das Präteritum verwendet, das ausdrückt, dass „ein Geschehen vom Standpunkt des Sprechers völlig losgelöst, vergangen und abgeschlossen ist“ (DUDEN 2016: 544): Gestern kam er erst um 23 Uhr nach Hause. Dabei sei der Sachverhalt von der Äußerungszeit entfernt (vgl. Hoffmann 2016: 276).  Zur Bezeichnung eines vergangenen Geschehens dient ebenfalls das Perfekt: Er hat die Wohnung besichtigt. Außerdem wird durch das Perfekt zukünftiges Zeitverhalten ausgedrückt, dabei sei eine zusätzliche Adverbialbestimmung obligatorisch (vgl. Helbig/Buscha 1970:152): Bald hat sie ihre Masterarbeit geschrieben. Morgen haben wir es erledigt.    Das Plusquamperfekt bezeichnet ebenfalls das vergangene Geschehen und wird dann verwendet, wenn über Ereignisse gesprochen wird, die noch vor beschriebenen Ereignissen in der Vergangenheit liegen: Ich hatte bereits den Brief geschrieben, als er kam.   Zur Bezeichnung eines Geschehens in der Zukunft dienen Futur I und Futur II, wobei die sich die Bedeutungsvariante beider Tempora unterscheiden lassen. Futur I bezeichnet ein zukünftiges Ereignis, dass nach der Sprechzeit liegt und noch nicht begonnen hat: Die Ergebnisse werden wir morgen erfahren. Futur II druckt jedoch ein abgeschlossenes zukünftiges Geschehen aus, das oft von einer zusätzlichen Temporalbestimmung begleitet wird (vgl. Helbig/Buscha

1970:158): Bald wird sie ihre Masterarbeit geschrieben haben. Morgen werden wir es erledigt haben. Außerdem drücken die beiden Futurformen ein vermutetes Geschehen: Futur I bezeichnet ein Ereignis in der Gegenwart und kann mit einer zusätzlichen Temporalangabe verwendet werden: Sie wird (jetzt) zu Hause sein. Sie wird jetzt ihre Arbeit schreiben. Währenddessen bezeichnet das Futur II eine gegenwärtige Vermutung über die Vergangenheit oft mit einem resultativen Charakter Seine Tochter wird in Dresden gewohnt haben.

Literatur: DUDEN (2016): Richtiges und gutes Deutsch. Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. Hrsg. von Drosdowski, Günter. Mannheim u.a.: Dudenverlag. Helbig, Gerhard/Buscha, Joachim (1970): Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Leipzig: Graphischer Großbetrieb Pößneck GmbH. Hoffmann, Ludger (2016): Deutsche Grammatik. Grundlagen für Lehrerausbildung, Schule, Deutsch als Zweitsprache und Deutsch als Fremdsprache. Berlin: Erich Schmidt Verlag

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