"Innovation und Nachhaltigkeit: Hochschulvergleich"

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    Innovation und Nachhaltigkeit: Hochschulvergleich
  • Art der Arbeit:Projektarbeit
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Projektarbeit: „Innovation und Nachhaltigkeit“

 

Wintersemester 2020/2021

 

  1. a) Grundlagenarbeit

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung
  2. Internationale Skalen für Hochschulbewertung

2.1 Argumente der Vergleichsbasis

2.2 Bewertungsmethoden

2.3 Ratings: Educationindex QS, THE: “The Times Higher Education”, “U.S. News & World Report”, Shanghai-Index

  1. Die Innovative Hochschule: Oxford University

3.1 Vorteile

3.2 Innovative Bildungskonzepte und -angebote

  1. Die Benchmark-Hochschule: Göttingen Universität

4.1 Traditionsgebundene Bildungskonzepte und -angebote

4.2 Spezifika

  1. Fazit
  2. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis:

Tabelle 1 TOP 10 beste Hochschulen der Welt nach vier bewährten Ratings

Tabelle 2 Geprüftes Umfrage-Rating der Universität zu Göttingen

 

  1. Einführung

Das Thema der Grundlagenarbeit fokussiert auf dem Bereich Hochschule, wobei eine bedeutsame Kontroverse erstellt wird, indem laut Aufgabe eine moderne und eine traditionsverankerte Hochschule miteinander verglichen werden. Einerseits ist es eine Top-Hochschule, die allen anspruchsvollen Anforderungen einer erstklassigen Bildungsanstalt hohen Standards entspricht, und andererseits sollte es eine Benchmark-Hochschule sein, die auf traditionelle Standards setzt und wenig die einschneidenden Wenden von heute akzeptieren will, die von der gegenwärtigen Epoche der wissenschaftlich-technischen Hightech-Entwicklung vorausgesetzt und erfordert werden. Den zwei gegenüberstehenden Konzepten der Hochschulanstalten liegt die Idee der Angebotspluralität, wie sie heutzutage die Ausbildungssphäre als solche kennzeichnet und von gegenläufigen Tendenzen sprechen lässt – einer fortschrittlichen, weit vorgedrungenen und zukunftsorientzierten Höhepunktuniversität und von einer klassisch retrospektiven, die traditionsgebundenen Auffassungen konservierenden, der Klassik zugewandten Ausrichtung.

Die Forschungsfrage ist: Was wäre das Bildungsangebot der für einen Vergleich gewählten Hochschulen und nach welchen Parametern erfolgt die Auswertung der von ihnen erbrachten Leistungen? Die Aufgaben sind: 1) Eine innovative und eine weniger moderne Hochschule zu bestimmen. 2) Ihre Bildungsangebote zu charakterisieren. 3) Eine vergleichende Auswertung vorzunehmen. Die Methodik der Grundlagenarbeit besteht im Recherchieren der frischen Quellen und insbesondere internationaler Ratings-Skalen, die, wie man weiß, jedes Jahr nach Ergebnissen des vergangenen Jahres aktualisiert werden und in der Analyse der einschlägigen Quellen, die zum Thema gehören.

  1. Internationale Skalen für Hochschulbewertung

2.1 Argumente der Vergleichsbasis

Bei dieser Aufgabe wurde die Tatsache berücksichtigt, dass eine dynamische Entwicklung der Gesellschaft neue Maßstäbe voraussetzt, die an eine erfolgreiche Persönlichkeit des gegenwärtigen Menschen gesetzt werden. Somit wird nicht nur die Lage in der Sphäre der Ausbildung angesprochen, sondern auch die großformatige gesellschaftliche Situation in der modernen Welt im Allgemeinen. Damit die Wertschätzung der Innovation und Nachhaltigkeit in der Ausbildungssphäre nicht von konkreten Realitäten abgezogen verläuft, wird bei der Erstellung der Arbeit auf wichtige Prioritäten der Hochschulbildung eingegangen, darunter die Karrierechancen und -möglichkeiten, was für heutige Jugendliche ansprechend ist und ihnen lebenswichtig erscheint. Die Hochwertigkeit der Ausbildungsstandards ist bei solcher vergleichenden Bewertung ausschlaggebend. Dennoch ist dies, wie im nächsten Kapitel gezeigt wird, eine sehr flexible Größe.

Indem das analytische Korps der Grundlagenarbeit erstellt wurde, stand für mich fest, dass der Vergleich der Hochschulen nach dem Index „Innovativer Höhepunkt – Rückständiger Schwachpunkt“ auf eine Auswertung zwar abzielt, dennoch jeder Eindeutigkeit im Sinne „gut – schlecht“ fern bleiben muss. Denn die Ergebnisse sind nicht mit denen beispielsweise im Sport nach der Formel „Sieg – Flop“ zu messen, wo der Sieg und die Niederlage wirklich absolute Gegensätze verkörpern. In der geistigen intellektuellen Sphäre laufen die Paradigmen anders und viel flexibler aus: Jede der Hochschulen erfüllt ihre Ausbildungsaufgaben, wenn auch dies auf differenten Niveaus erfolgt, insbesondere vom Standpunkt des internationalen Rankings gesehen. Ich würde es so argumentieren, dass, wenn man bei der besten Hochschule (in dieser Arbeit ist es die Universität zu Oxford) von der absoluten Hochwertigkeit der innovativen Ausbildungsstandards sprechen darf, so muss man sich zugleich aller Relativität dieser „Bewertungsendgültigkeit“ bewusst sein, denn es wird immer gewisse Parameter geben, nach denen diese oder jene Hochschule in der Welt, wo insgesamt tausende Universitäten tätig sind, die Spitze übertrifft.

Andererseits zeigen die speziellen Studien, dass trotz unbestreitbaren Vorzugs des „anglo-amerikanischen“ Segments im weltweiten Hochschulsystem die Behauptung gilt: „Bei näherer Betrachtung gibt es zwischen den USA und Deutschland manche überraschenden Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede, allgemein bekannte wie gern übersehene.“1 Die Probleme der Massenuniversität, der Langstudierenden, der Chancenungleichheit, der Betreuungsrelation sind ähnlich. Die grundlegenden Unterschiede betreffen die Forschungsuniversitäten – anderer Status der Beschäftigten, verschiedene Finanzierungsquellen usw. Der Expertenvergleich zeigt: „Der frappierendste (und vielleicht am schwersten aufzuholende) Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Hochschulen ist wohl die finanzielle Ausstattung.“2 In den USA verfügt man über 26 Tsd. $ pro einen Studenten, in den Privathochschulen sogar über 38 Tsd. $, indem es in Deutschland 11 Tsd. $ sind.3 Schon die genannten Parameter überzeugen vom Fehlen einer einheitlichen Vergleichsbasis im Allgemeinen, was auch die methodischen Grundlagen dieser Arbeit betrifft. Die Konfiguration der Vergleichspalette bewirkt weitgehend die Ergebnisse der Einschätzung. Das wären die methodischen Ausgangspositionen der weiteren Beobachtungen dieser Grundlagenarbeit. Als die wichtigste Ausgangsposition für den Vergleich würde ich das Pluralitätsprinzip bezeichnen.

  1. 2 Bewertungsmethoden

1 Hamburger, Jeffrey. 2008. Onlinequelle.

2 Hamburger, Jeffrey. 2008. Onlinequelle.

3 Vgl. Hamburger, Jeffrey. 2008. Onlinequelle.

Für die vergleichende Analyse wurden von mir entsprechend die Oxford University und die Universität von Göttingen gewählt, wobei die Auswahl nicht willkürlich erfolgte, sondern sich auf relevante theoretische Dokumente und Ratings gestützt hat. Dieses Kapitel soll erhellen, auf welchem Mechanismus die Bestimmung der hochmodernen innovativen Universität und entsprechend auch einer Benchmark basierte. Wie jede objektive Bewertung soll auch diese Analyse maximal voll die aktuellen internationalen Praktika der Standardsetzung berücksichtigen, die im internationalen Maßstab durchgeführt und als glaubwürdig akzeptiert werden. Denn die internationalen Rankings werden von den objektiven Experten erstellt und vermögen die reale Lage nicht zu fälschen.

Da aber das Phänomen Hochschulbildung mehr als komplex und vielschichtig ist, entstehen zahlreiche Versuche, sich dessen Untersuchung von verschiedenen Seiten zu nähern. Aus diesem Grund gibt es Diskrepanzen zwischen den Bewertungen, obwohl dies nicht ausschließt, dass sie alle im Rahmen der festgelegten Bewertungsskala objektiv sind. Es ist logisch, sich mit diesen Rangskalen näher zu befassen, weil sie schon durch die Hervorhebung des Besten und des weniger Zufriedenstellenden einen qualitativen Überblick über die Situation bieten. Solche unabhängigen, auf Expertise gestützten Ratings umfassen und systematisieren die wesentlichen Merkmale des Funktionierens der Universitäten und der Sphäre der Bildung im Allgemeinen. The World University Rankings Verfahren sind in gewissem Sinne mit Prüfverfahren vergleichbar, das als adäquate Prozedur der Wertigkeitsbestimmung erscheint.

Die meisten Rankings beruhen auf den gleichen Quellen und verwenden denselben Rohdaten. Die Ergebnisse sind jedoch unterschiedlich. Warum unterscheiden sich die Ergebnisse der Rankings? Der Grund dafür liegt in den Forschungsprogrammen, der Zielsetzung und der Methodik der Forschung. Ziele und Zielsetzungen beeinflussen die Auswahl der Kriterien, die Bewertung ihrer Wichtigkeit und damit die Gewichtung bei der Bildung der endgültigen Zahl. Ohne auf die Feinheiten der Informationsverarbeitungsmethoden einzugehen, sollte man das Offensichtliche in Erinnerung rufen: Sie sind ein Satz von Regeln, nach denen alle Aktionen auf den Rohdaten durchgeführt werden. Unterschiedliche Methoden liefern unterschiedliche Ergebnisse. Die Position einer Hochschule in den Rankings bedeutet nicht, dass alle Fächer auf dem gleichen Niveau gelehrt werden. Das Gleiche gilt für die Qualität der Forschung in den verschiedenen Fachbereichen und für die Qualität der Ausstattung der verschiedenen Fakultäten. Neben der Tatsache, dass sich die Parameter unterscheiden, ist auch die Gewichtung ihrer Bewertung unterschiedlich.

Wie werden die Universitäten für das Rating ausgewählt? Jede Rangliste erstellt eigene Parameterskala von Stellenwerten, schon darin liegen die Ursachen, warum die Ratings so

verschieden sind. Beispielsweise werden im Rahmen von THE die Universitäten anhand von 13 Leistungsindikatoren ausgewählt: Sie bewerten das Niveau der Lehre, die Qualität der Forschung, den Beitrag zur Innovation, die Perspektiven usw. Dazu werten die gesetzten Rubriken auch Statistiken aus und befragen zehntausende Wissenschaftler und Arbeitgeber, die aus 6.000 Hochschulen die ihrer Meinung nach besten Universitäten auswählen.

2.3 Ratings: Educationindex QS, THE: “The Times Higher Education”, “U.S. News & World Report”, Shanghai-Index

Für die objektive Auswertung des Materials und um die Ausgangspositionen dieser Grundlagenarbeit zu untermauern, wurden die bewährten Ratings recherchiert. Wegen Platzmangel kann verständlicherweise auf die Systeme der einzelnen Ratings nicht eingegangen werden. Im Anhang kann man sich die besten der Top 5 aus jeder verfügbaren Rangliste vorstellen. Für die Zwecke dieser Grundlagenarbeit reicht es vollkommen aus, zumal die vollen Ratings auf den entsprechenden Websites zu finden sind.4 Deswegen sollten hier nur die standardisierten Kurzcharakteristiken dieser Ratings angeführt werden. Im Weiteren konzentriert sich die Übersicht auf die Platzangaben von zwei für die Analyse gewählten Universitäten.

Von QS Rating haben wir schon die frischsten Angaben 2021. Das QS-Ranking 2021 bewertet mehr als 3.000 Hochschulen im Ausland nach verschiedenen Indikatoren. So schaffen es nur 400 Universitäten, auf die Liste der besten Universitäten der Welt aufgenommen zu werden.5

1) Educationindex QS: Zuerst sollte eine kurze Andeutung von der Methodologie gegeben werden. Die QS setzt die Zufriedenheit der Studierenden an die erste Stelle der Bewertung, die durch das Feedback der Studenten bestimmt wird und einen Bewertungskoeffizienten von 1,5 hat. Danach folgen solche Rubriken wie die Qualität der akademischen Forschung – mit dem gleichen Koeffizienten von 1,5, außerdem – Zulassungsvoraussetzungen und die Durchschnittsnote der Bewerber (Koeffizient gleich 1). Ein sehr wichtiger Indikator Studenten-Professoren-Verhältnis von 1 wird ebenfalls berücksichtigt, ebenso wie die Ausgaben für die Entwicklung von Bildungseinrichtungen pro einen Studenten (1). Dann gibt es nicht weniger wichtige Indikatoren wie die Anzahl der Studenten, die den Studiengang abgeschlossen haben, das Verhältnis von Diplomen mit Auszeichnung und gewöhnlichen Diplomen, die Berufsaussichten der Absolventen (Graduate Prospects), alle je 1.

Die Oxford Universität steht in diesem Jahr an der 5. Stelle, indem sie in anderen Indexen die höhere Stelle innehat. Die Universität von Göttingen hat die 195. Stelle, was verglichen mit dem

4 Die betreffenden Website-Adressen sind in den angelegten Tabellen zu finden.

5 QS World University Rankings 2021. Onlinequelle.

vorigen Jahr auch bedeutend tiefer liegt. Zum Vergleich kann man die Ludwig-Maximilians- Universität zu München anführen, die unter den deutschen Universitäten am besten gelandet ist und die Stelle 63 besitzt.

2) THE: The Times Higher Education: Die Times Higher Education World University Rankings 2021 umfassen mehr als 1.500 Universitäten in 93 Ländern und Regionen und sind damit das bisher größte und vielfältigste Hochschulbewertungssystem. Die Universität Oxford besitzt im Rating die erste Stelle, wobei sie dieses Ergebnis schon das 5. Jahr in Folge zeigt.6 Die Universität Göttingen hat den Platz 130.

3) U.S. News & World Report ist eine der sichersten Quellen bei der Auswertung der realen Leistungen nach dem zweckmäßigen Parametersatz. Die Universität zu Oxford besitzt die 5. Stelle im Rating Best Global Universitys. Sein Wert beträgt 87. Die Universität Göttingen besitzt Globalen Wert 65.6. Somit nimmt sie den 158. Platz in der Globalen Rating Liste.7

4) Shanghai-Index: Von Shanghai Ranking’s Academic Ranking of World Universitys haben wir die Angaben für 2020.8 Aus der angelegten Tabelle ist zu sehen, dass die Oxford University auf dem 9. Platz ist, die Universität zu Göttingen liegt an der Country Rang 5–7, World Rang in der Spanne von 101 bis 150.

  1. Die Innovative Hochschule: Oxford University

3.1 Vorteile

Warum ist die Universität Oxford für Studenten aus aller Welt so attraktiv und bildet einen unübertroffenen Anreiz sowie hat ein absolut überzeugendes Image? Diese Bildungseinrichtung verbindet in optimaler Weise innovative, zukunftsweisende Entwicklungsprojekte und die Förderung grundlegender, auf Perspektive orientierter Bildungsstrukturen. Die 1096 gegründete Universität ist Teil der elitären Russell Group der britischen Universitäten. Über 70 Nobelpreisträger und andere Preisträger haben zu unterschiedlichen Zeiten in seinen Mauern gearbeitet. Die weltberühmten britischen Wissenschaftler sind zum größten Teil nur Forscher der Universitäten Cambridge und Oxford, da sie einen großen Teil der heutigen Grundlagenforschung, Entdeckungen und Nobelpreise ausmachen. Außer für medizinische Fachrichtungen gibt es an der Universität keine Quoten für Ausländer.

6 Vgl. THE World University Rankings 2021. Onlinequelle.

7 Vgl. U.S. News 2021 Best Global Universities Rankings. Onlinequelle.

8 Vgl. Shanghai Ranking’s Academic Ranking of World Universities 2020. Onlinequelle.

Der Lehrkörper in Oxford ist riesig – fast 4 Tausend Menschen, 70 von ihnen sind Mitglieder der Royal Society und mehr als 100 sind Mitglieder der British Academy. Oxford hat ein einzigartiges System der Nachhilfe in der Ausbildung – jeder Student wird persönlich von einem Spezialisten in seinem gewählten Fachgebiet betreut. Die Schwerpunkte der Ausbildung der Studenten liegen in den Bereichen Geisteswissenschaften, Mathematik, Physik, Sozialwissenschaften, Medizin, Lebenswissenschaften und Umweltwissenschaften.

Zurzeit studieren mehr als 20 Tausend Studenten in Oxford, etwa ein Viertel von ihnen sind internationale Studenten. Der Lehrkörper in Oxford ist so groß, dass auf einen Dozenten im Durchschnitt 4-5 Studenten kommen. Durch das einzigartige Tutorsystem (individuelle Betreuung der Studenten) bekommt jeder Bewerber nicht nur die Grund-, sondern auch die Spezialkenntnisse vermittelt. Die meisten Menschen denken bei der Universität Oxford an ein Institut nur für reiche Studenten und Adelige. Auf der einen Seite macht dies Sinn, die Studiengebühr der Undergraduate (UK/EU-Studenten) beträgt £ 9.250 (~ € 10.760), während für den Undergraduate (Nicht-EU-Studenten) £ 24.750 £ 34.678-32.800 £ 45.900 pro Jahr beträgt. 40 % der Studienanfänger kommen von privaten Eliteschulen.

Andererseits ist Oxford, wie alle führenden Universitäten, daran interessiert, die brillantesten Studenten anzuziehen, um seinen Status als eine der besten Universitäten der Welt zu erhalten. Daher kann sich jeder Student für eine finanzielle Unterstützung qualifizieren – von speziellen Stipendien für Bürger aus unterentwickelten Ländern bis hin zu Fachbereichsstipendien für exzellente akademische Leistungen oder Forschungsergebnisse.

Es gibt 38 Colleges (Oxford Colleges) und sechs private Wohnheime (Permanent Private Halls), die selbstverwaltet und finanziell unabhängig sind. Die Oxford Colleges sind einzigartige multidisziplinäre akademische Gemeinschaften: Sie haben keine besondere Spezialisierung, sodass ein Student an einem College in jeder der etwa 100 akademischen Abteilungen studieren kann: von Theologie, Philologie, Allgemeinmedizin und Orientalistik bis zu Genetik und IT. Die Wissensbereiche der Vorbereitung sind in vier Hauptabteilungen gruppiert: Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, die exakten und die Lebenswissenschaften, Medizin.

3.2 Innovative Bildungskonzepte und -angebote

Die innovative Entwicklung der Hochschule basiert auf optimal verankerten Anforderungen an eine moderne Hochschule: 1) Die Hochschule ist attraktiv für Arbeitgeber (QS – 10 %, THE –2,25 %). 2) Die Rendite der von der Universität entwickelten Innovationen ist ein hoher Indikator THE – 2,5 %. 3) Die Anzahl der promovierten Mitarbeiter an der Universität ist überzeugend: QS – 5

%, THE – 6 %. Hier können die Studenten ihre ehrgeizigen Pläne für Ausbildung und Beruf verwirklichen, die meisten von ihnen bleiben nach dem Studium in Oxford, denn es ist vom Standpunkt der Karriere aussichtsvoll. Die Universität hat den höchstmöglichen akademischen Ruf und die höchste Zufriedenheit der Studenten. Statistiken zeigen, dass 91 % der Oxford-Absolventen innerhalb der ersten sechs Monate nach ihrem Abschluss einen Job finden oder ein weiteres Studium aufnehmen. Der Career Service bietet Hilfe bei der Arbeitssuche – er findet passende Stellenangebote, lehrt die Studenten, wie sie Unterlagen für eine Anstellung vorbereiten und ihre Karriere planen. Das akademische Jahr in Oxford beginnt im Oktober und ist in drei Terms (Trimester) unterteilt: Micklemass (Herbst), Hilary (Winter) und Trinity (Frühjahr). Im Laufe des Jahres besucht ein Student Vorlesungen, Seminare, Praxis- und Laborunterricht sowie Tutorien – spezielle Einzelgespräche mit einem Lehrer. Neben Museen, Bibliotheken und Freizeitzentren hat Oxford auch einen eigenen Verlag.

Die Ausbildungsrichtungen der Universität umfassen mehr als 120 Programme, darunter auch Promotionsprogramme (in Oxford wird der PhD-Abschluss DPhil genannt). Diese Kurse beinhalten die Erstellung eines vollwertigen Forschungsprojekts mit der Unterstützung eines Betreuers. Gleichzeitig haben die Studenten die Möglichkeit, die umfangreiche Forschungsbasis der Universität zu nutzen. In vielen Programmen treten die Studierenden zunächst als Probationer Research Student (PRS) ein, bewerben sich dann für den DPhil und bestätigen den neuen Status im Rahmen der Forschungsplanverteidigung und der Interviews.

Im Allgemeinen haben Studenten in Master- und Promotionsstudiengängen eine größere Chance, ein Stipendium zu erhalten als Studenten in grundständigen Studiengängen. Finanzielle Unterstützung für junge Berufstätige wird von der Universität selbst und alternativen Stiftungen angeboten (Hill Foundation Scholarships, Palgrave Brown Scholarship und andere). Stipendien können die vollen Kosten für das Studium an der Universität Oxford abdecken, einige Stipendien beinhalten sogar Mittel für Ausflüge und Reisen.

Ein Oxford-Abschluss öffnet die Tür zu einer zukünftigen Anstellung in den renommiertesten Bereichen der Wissenschaft und Wirtschaft. Absolventen wird dabei durch ein spezielles Careers Service Center geholfen, indem sie Stellenausschreibungen, Praktika, mögliche Beschäftigungsmöglichkeiten und vieles mehr finden. Der University Placement Service bietet viele Workshops für Studenten zum Schreiben von Lebensläufen und Vorstellungsgesprächen, neun Jobmessen (mit jeweils 60 Arbeitgebern), Hunderte von Arbeitgeberpräsentationen im Laufe des Jahres und die Möglichkeit, sich persönlich mit einem professionellen Karriereberater zu treffen.

Einige Colleges bieten Aushilfsjobs für Studenten an. Für die Beschäftigung kann die Genehmigung eines Fakultätsmitglieds erforderlich sein. Die Colleges bieten auch Praktika während der Sommerkonferenzsaison an. Darüber hinaus kommen Vertreter interessierter Firmen und Banken oft selbst an die Hochschule und informieren die Studenten über eine Karriere nach dem Studium. Ein Abschluss der Universität Oxford ist gleichfalls eine ausgezeichnete Hilfe bei der Jobsuche, wenn man in sein Heimatland zurückkehrt.

  1. Die Benchmark-Hochschule: Göttingen Universität

4.1 Traditionsgebundene Bildungskonzepte und -angebote

Die Georg-August-Universität Göttingen wurde im Jahr 1737 gegründet. Die Uni genießt einen sehr guten Ruf, die Qualität der Lehre ist hoch. Unter den deutschen Universitäten zeichnet sich diese Universität durch hohe Bewertungen und ein positives Image aus. Der Schwerpunkt der Universität liegt seit vielen Jahrzehnten auf dem Studium der Mathematik und Physik. Die Geschichte der Hochschule ist mit 45 Nobelpreisträgern verbunden. Die Arbeiten herausragender Mathematiker, insbesondere von David Hilbert, machten Göttingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem mathematischen Mekka.

Derzeit gibt es 13 Fakultäten an der Universität, darunter agrarwissenschaftliche, biologische, medizinische, theologische, mathematische, philosophische und andere Fakultäten. Die Niedersächsische Landesbibliothek und die Universität Göttingen verfügen über die führenden Bibliotheken in Deutschland (4,5 Millionen Bände). Es funktionieren heute spezielle Portale, auf denen alle aktuellen Angebote für Studierende präsentiert und kurz beschrieben sind. So kann man sich mit allen Studienangeboten zu allen Studienrichtungen und Fächern vertraut machen, wobei ihre Anzahl und umfassende Varietät ziemlich überraschend sind. Die meisten sind im Studierbereich Geistes- und Kulturwissenschaften und Sprachen situiert – 72 Angebote. In Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften bietet die Universität ebenfalls eine starke Anzahl der Angebote – 46. Agrar-, Forst- und Geowissenschaften haben viel zu bieten – 25 Angebote sind vorhanden. Es gibt auch Koordinationsstellen und Zentren, wo man mit der realen Unterstützung und Beratung betreffend Programme und Studiengänge rechnen kann. Sie können gleichfalls genaue Informationen zum Content der Vorlesungen, die in allen 13 Fakultäten und in interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentren gehalten werden, bekommen. Die strukturelle Inhaltspräsentation betrifft das gesamte universitäre Verfahren im Schnitt von Schnupperstudium bis Forschungseinrichtungen, universitätsnahen Einrichtungen usw. Die virtuelle

Studienorientierung steht zur Verfügung, was in der letzten Zeit von besonderer Bedeutung erscheint.9

Schon die äußere Übersicht überzeugt davon, dass es eine Menge Angebote und Studienorientierungen gibt, dass die Universität eine hochwertige Ausbildung gewährt und sich an erprobte Traditionen hält. Auf den zuständigen Websites kann man sehr eingehende Informationen zu vielen Bereichen der Universitätstätigkeit finden. Die Daten zu Finanzierung und Mittelverteilung bzw. Investition sind offengelegt, die Statistik zu Studierendenentwicklung wird breitgestellt. Daraus ist die Dynamik der universitären Entwicklung zu verfolgen. Insgesamt studieren heutzutage an der Universität 30.820 Studenten.10

4.2 Spezifika

Göttingen ist eine der berühmten Universitätsstädte Deutschlands. Der Anteil der Studenten beträgt 20 % der Gesamtzahl der Bevölkerung. Man kann sagen, dass die Stadt in lokaler Hinsicht studentenorientiert ist, denn alle Wege hier sind kurz. Zu Speiselokalen und Gastronomiebetrieben ist nur ein Katzensprung, die Wohnmöglichkeiten bieten eine gute Auswahl an Varianten und Bequemlichkeiten. Dennoch ist man hier mit einigen Problemen konfrontiert, die im Zusammenhang mit der Thema-Formulierung relevant sind. Um dies zu bestätigen, will ich aus den recherchierten Materialien zitieren, die einige Minusseiten des Studiums in Göttingen aufdecken: „1. Wer sich dauerhaft etwas aufbauen möchte, ist in Gö falsch. Nach dem Studium gehen ohnehin 95% der studierenden wieder weg. Die Kontakte sind zudem oft eher oberflächlich. 2. Das Studium ist sehr theorielästig. Einen wirklichen Mehrwert für meinen späteren Arbeitsalltag als Lehrer konnte ich nicht mitnehmen.“11

Die genannten spezifischen Besonderheiten kann man als echte Nachteile bewerten. Wenn im obigen Teil dieser Arbeit die Vorteile der Universität zu Oxford als pädagogische Exzellenz beschrieben wurden, konnte mit gutem Grund darauf hingewiesen werden, dass die Quote der Absolventen, die gleich nach der Beendigung der Hochschule die Arbeit finden konnten, hoch ist – bis über 90 %. Betreffend diese Uni zeigt sich das konträre Bild, die meisten Absolventen verlassen Göttingen, weil ihre Chancen, Karriere zu machen, gering sind. Die Studierenden beanstanden außerdem die Lernprogramme, die zu theoretisch überladen sind und wenig Verbindung mit konkreten realen Praktik haben. Dies zeugt davon, dass die Universität das traditionelle Konzept der Hochschule als einer das allgemeine Wissen vermittelnder Instanz unterstützt. Dies erscheint, meiner Meinung nach, in heutiger Zeit wenn nicht veraltet, dann

9 Vgl. Georg-August-Universität Göttingen in publica commode. Onlinequelle.

10 Vgl. Ebd.

11 Studium in Gö: Ein Traum mit 2 Nachteilen. Onlinequelle.

dennoch ungenügend. In der digitalen Arbeitswelt braucht man Spezialisten, die gut profilorientiert sind, denn es dominieren konkrete Berufsbilder mit dem Satz von Anforderungen im Arbeitsmarkt. Diese Beobachtungen betreffend das universitäre Konzept bestätigt eine geprüfte Umfrage (wird in Tabelle 2 angelegt). Sie zeugt davon, dass nur die Bibliothek, die wirklich hervorragend ist, mit der höchsten Punktzahl bewertet wird und dies entspricht den realen Tatsachen. Alle anderen Parameter fallen relativ gut aus. Aber die Studieninhalte haben bedenkliche zwei von fünf Punkten gesammelt, was von ihrer Unzulänglichkeit zeugt und ein großes Problem signalisiert. Auch andere Bewertungen der Studierenden vermerken an Lehrinhalten „wenig Variation“12, was die Problemfelder bestätigt. Ein Abwärtstrend bei der Immatrikulation lässt darüber nachdenken, dass eine gewisse Umorientierung notwendig ist.

  1. Fazit

Die Grundlagenarbeit hat sich zum Ziel gestellt, die Forschungsfrage über zwei Hochschulprofile zu beantworten. Welche Konzepte der Hochschulen sind zurzeit weltweit entwickelt und welche davon zukunftsorientierend sind – zeigen die Bewertungen zahlreicher Parameter. Der Vergleich von zwei Hochschulen – der Universität Oxford und der Universität Göttingen – hat deutlich gemacht, dass in der Hochschulbildung eine Pluralität herrscht, welche Studieninhalte und wie, mit welchem Zweck man anbietet. Die Wahl der Hochschulen zur Probe war nicht willkürlich gemacht, sondern orientierte sich nach den vier bewährten renommierten Ratings, die weltweit als richtungsgebend gelten.

Der Vergleich hat ergeben, dass es ein großes Leistungspotential gibt, das die beiden Hochschulen in ihrer Tätigkeit realisieren. Die Analyse hat bewiesen: Damit die Universität heutzutage den modernen Herausforderungen entsprechen kann, sollte sie alle ihre Tätigkeitssphären auf das Endziel – Vorbereitung und Ausbildung eines profilierten Spezialisten – ausrichten. Dafür sollten Bildungsangebote nicht als solche existieren, sondern reale Karrierechancen der Studierenden berücksichtigen und die Lerninhalte sollen im Zusammenhang mit Karriereperspektiven abgestimmt werden. Dafür sollten sie den Managerstil in ihrer Arbeit einsetzen. Auch die inneren Potentiale der Hochschule sollten intensiver aufgegriffen werden – die Beteiligung der Mitarbeiter an verschiedenen Rendite-Programmen und ihre Berufsentwicklung spielen eine wichtige Rolle dabei.

12 Ebd..

  1. Literaturverzeichnis

Georg-August-Universität Göttingen in publica commoda. //www.uni-goettingen.de/de/studium/13.html; dl. 12. 01.2021.

Hamburger, Jeffrey: Vergleich deutscher und amerikanischer Universitäten. Wissenschaftsstandort USA. Die Zeit. Juni, 2008. //www.academics.de/ratgeber/usa-deutschland-vergleich-wissenschaft-bildung; dl. 10.01.2021

QS World University Rankings 2021. //www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/2021 dl. 11.01.2021.

Shanghai Ranking’s Academic Ranking of World Universities 2020. //www.shanghairanking.com/; dl. 12. 01.2021.

Studium in Gö: Ein Traum mit 2 Nachteilen. //www.studycheck.de/studium/wirtschaftspaedagogik/uni-goettingen-15118/bericht-317015. dl. 12. 01.2021.

THE: World University Rankings 2021. //www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/2021/world-ranking#!/page/0/length/25/sort_by/rank/sort_order/asc/cols/stats; dl. 15.01.2021.

U.S. News 2021 Best Global Universities Rankings. //www.usnews.com/education/best-global-universities/rankings; dl. 15.01.2021.

Abkürzungsverzeichnis

ARWU – Academic Ranking of World University

PRS – Probationer Research Student

QS – Quacquarelli Symonds – Begründer der Firma QS

THE – The Times Higher Education

WUR – World University Rankings

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