"Kulturell bedingte Emotionen und Verarbeitung nach einer Vergewaltigung am Beispiel afghanischer Frauen"

  • Fachrichtung:Psychologie
  • Studienfach:Emotionen in der Ethnologie
  • Thema:
    Kulturell bedingte Emotionen und Verarbeitung nach einer Vergewaltigung am Beispiel afghanischer Frauen
  • Art der Arbeit:Hausarbeit
  • Seitenzahl:2,5
  • Einzigartigkeit:100%
Seminararbeit
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Einzigartigkeit
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Einleitung

 

Nach einem Jahr des Jurastudiums habe ich beschlossen, Ethnologie zu studieren. Der Verfasserin dieser Arbeit ging es anfangs darum, weibliche Geflüchtete, die Opfer sexueller Straftaten wurden, vor Gericht vertreten zu können. Sie selbst hat eine solche Erfahrung gemacht und konnte in einem Alter von 17 Jahren vor Gericht ein gerechtes Urteil erwirken. Das brachte ihr einen Zustand des inneren Friedens, der sie dazu befähigte, offen über ihre persönlichen Erfahrungen sprechen zu können. Ihr Bestreben war es von diesem Zeitpunkt an, anderen Menschen zu helfen, mit ihren negativen Erfahrungen besser umgehen zu können.

Die vorliegende Arbeit dient dazu, die ethnischen Besonderheiten der einzelnen Länder zu erforschen, aus denen Geflüchtete stammen, etwa am Beispiel afghanischer Frauen. Es gibt in Afghanistan immer noch die Todesstrafe für den Ehebruch, selbst wenn es sich darum handelt, dass es eine Vergewaltigung war und die Frau keine Schuld daran hat. Die Schuld an einer Vergewaltigung wird einer afghanischen Frau dennoch vorgeworfen. Des Weiteren können Menschen aus nächster Umgebung die Peiniger sein, sodass die Frau sie decken muss. Für viele geschändete Frauen ist es subjektiv betrachtet nicht der richtige Weg, eine Anzeige wegen Vergewaltigung zu erstatten. Sie bevorzugen es, die Straftat zu verdrängen, um sich weitere psychische Traumata zu ersparen, beispielsweise bei den Ermittlungsverfahren oder bei der Aussage im Gerichtsverfahren.

Ein weiteres Problem sind die Kriegsverbrechen. Viele Frauen werden Opfer von sexuellen Straftaten, die von Soldaten oder Terroristen begangen werden. Außer der direkten Gewalteinwirkung sind viele Geflüchtete, auch Kinder und Männer, von Gewalttaten gegen andere seelisch betroffen. Viele von ihnen erlebten Mord aus nächster Nähe, müssen fortan mit den psychischen Folgen leben und diese aufarbeiten.

Es stellt sich damit ein äußerst umfangreiches wissenschaftliches Thema zur Verfügung – „Traumaforschung bei Flüchtlingen“. Meiner Meinung nach kann das Thema so aufgearbeitet werden, dass mögliche Geschehnisse aufgelistet und dann die psychischen Folgen der Opfer einzeln behandelt werden. Demnach sollte die zu erwartende Reaktion bei allen Menschen gleich ausfallen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status. Die menschliche Psyche ist in etwa gleich ausgelegt, dennoch gibt es Unterschiede. Während sich die meisten Europäer in Zeiten schwerer psychischer Belastung sofort in eine psychiatrische Behandlung begeben können, müssen Flüchtende ihre Kräfte in erster Linie dafür aufbringen, um am Leben zu bleiben. Wir können sie erst befragen, nachdem sie in Deutschland angekommen sind. Dies setzt voraus, dass die Geflüchteten sich zunächst aus eigenen Kräften aus der gefährlichen Umgebung gerettet haben. Hingegen könnte ein Europäer sich nach einem psychischen Trauma in die Opferfürsorge begeben.

Die ethnologischen Zusammenhänge können in diesem Punkt gut hervorgehoben werden, indem kulturelle Aspekte der betroffenen Herkunftsländer untersucht werden.

Die Geflüchteten können in verschiedene Gruppen unterteilt werden. Oft handelt es sich um Geflüchtete aus muslimischen Ländern wie Irak, Iran, Pakistan, Afghanistan etc. In der letzten Zeit kommt es vermehrt zur Ankunft Geflüchteter aus Nordafrika, denn es gibt lokale Konflikte. Einerseits gibt es eine Krise im Jemen, andererseits ein großes Problem in Syrien. Zum einen handelt es sich um Assad, den die gemäßigte Opposition gern absetzen würde. Zum anderen gibt es in der Region eine massive Aktivität des Islamischen Staates (eine in Deutschland verbotene Organisation). Es ist für die Auswertung der Arbeit von Interesse, welche Situationen für die Geflüchteten zustande kommen. Welche psychischen Traumata sind bei ihnen am meisten verbreitet?

Können diese Traumata erfolgreich behandelt werden, auch wenn es eher eine medizinisch-psychologische Fragestellung ist?

Als Ausgangsmaterial für diese empirische Studie eignen sich Fallstudien (Case Studies) von Geflüchteten, Kriegsberichte und sonstige Materialien, die durch belegte Aussagen Rückschlüsse über die Traumatisierung von Geflüchteten und nicht-fliehenden Einheimischen in ihren Herkunftsländern zulassen.

Des Weiteren sind methodische Grundlagen notwendig, um die Auswertung der Daten auf eine wissenschaftlich anerkannte Weise durchzuführen, da es sich sonst um eine rein subjektive Wahrnehmung der Fälle handelt.

Es wird eine Übersicht über die Zustände in den Herkunftsländern zusammengestellt, um die ethnischen Besonderheiten zu ergründen.

Nicht zuletzt gibt es in den Herkunftsländern der Geflüchteten ebenfalls ethnische, religionsbezogene und sexuelle Minderheiten, deren Schicksale sich zur Untersuchung eignen.

Nicht selten ist die Angehörigkeit zu einer Minderheit (beliebiger Herkunft) ein Grund für die Flucht aus der Heimat.

Die Möglichkeiten der Behandlung und Integration der Geflüchteten in Deutschland kommen als abschließende Untersuchung infrage, um eine logische Hierarchie der Arbeit herzustellen.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in: Ort, Situation, Grund, Ethnie, Trauma, Flucht, Behandlung und Integration.

Die heutige Zahl der Geflüchteten setzt die Kenntnis über ihre Integration voraus. Man kann nicht davon ausgehen, dass diese Menschen nur vorübergehend in der Bundesrepublik bleiben. Viele von ihnen sind erfolgreich integriert worden und die Verfasserin erhofft sich, mit dieser Arbeit eine gute Übersicht anzubieten, um dem interessierten Leser die Ursachen, Traumata und Behandlung der Geflüchteten näherzubringen.

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