"SALAFISMUS IM IRAK"

  • Fachrichtung:Religion
  • Studienfach:
  • Thema:
    SALAFISMUS IM IRAK
  • Art der Arbeit:Hausarbeit
  • Seitenzahl:1
  • Einzigartigkeit:100%
Seminararbeit
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SALAFISMUS IM IRAK

 

Unter Salafismus wird in der Regel eine puristische Interpretation von Sunnitischem Islam verstanden. Die Anhänger des Salafismus streben danach, die Gesellschaft, in der sie leben, radikal zu reformieren, indem sie sich direkt auf die frühesten Jahre, unmittelbar nach der Gründung des Islam durch den Propheten Muhammed, beziehen.

Ursprünglich im 19. Jahrhundert in Ägypten als Reaktion gegen den westlichen Imperialismus entstanden, gewann der Salafi Islam, als eine Art muslimischer Revanchismus, bald an Zustimmung bei vielen Menschen in den sunnitischen Ländern. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und vor allem nach dem Zweiten, war der Salafi Islam, wie Religion im Allgemeinen, in vielen nahöstlichen Ländern das Objekt von Repressionen seitens der säkularen und diktatorischen Regierungen.

Im Irak waren die Repressionen gegen Islamisten besonders brutal. Als Saddam Husseins Militär, das zu der sozialistischen und daher atheistischen Ba‘ath (Arabisch für „Auferstehung“) Partei gehörte, in den 70er-Jahren die volle Macht im Irak übernahm, wurde jedes Anzeichen von Religiosität von der Regierung als destabilisierende Kraft angesehen und mit voller Härte unterdrückt. Das wiederum konnte das explosive Potential des „puritanischen Islam“ nur radikalisieren.

Als 2003 die USA den Irak angriffen und wenige Monate später den irakischen Diktator stürzten, hatte man erwartet, die irakische Gesellschaft würde sich demokratisieren. Der Krieg mit den USA aber wandelte sich in einen extrem blutigen Bürgerkrieg zwischen verschiedenen muslimischen Strömungen. Plötzlich war Religion im Irak, die für Jahrzehnte nur eine extrem marginale Rolle gespielt hatte, ein entscheidender Faktor, der das Überleben eines Menschen, einer Familie oder einer Stadt bestimmen konnte, wobei sich Sunniten und Shi’iten gegenseitig massakrierten.

Die radikalsten Anhänger des Salafismus organisierten sich um die Figur von Al-Zarqawi, ein Kämpfer, der in Afghanistan ein Trainingscamp der Terrororganisation Al Qaida besucht hatte und im Irak die affiliierte Branche „Al Qaida im Irak und der Levante“ führte. Diese wurde später, nach dem Tod vom Zarqawi, in den Islamischen Staat integriert. Salafismus ist nicht gleich IS, aber Salafismus stellt die ideologische Basis des IS dar.

Nach dem Rückzug der US-Truppen im Jahre 2011 war der IS in der Lage, mehrere Städte im Norden Iraks und Syriens zu erobern. Erst 2014, als eine internationale Koalition gegen den IS vorging, konnten diese Gebiete von der irakischen Zentralregierung zurückerobert werden.

 

Unter Salafismus wird in der Regel eine puristische Interpretation von Sunnitischem Islam verstanden. Die Anhänger des Salafismus streben danach, die Gesellschaft, in der sie leben, radikal zu reformieren, indem sie sich direkt auf die frühesten Jahre, unmittelbar nach der Gründung des Islam durch den Propheten Muhammed, beziehen.

Ursprünglich im 19. Jahrhundert in Ägypten als Reaktion gegen den westlichen Imperialismus entstanden, gewann der Salafi Islam, als eine Art muslimischer Revanchismus, bald an Zustimmung bei vielen Menschen in den sunnitischen Ländern. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und vor allem nach dem Zweiten, war der Salafi Islam, wie Religion im Allgemeinen, in vielen nahöstlichen Ländern das Objekt von Repressionen seitens der säkularen und diktatorischen Regierungen.

Im Irak waren die Repressionen gegen Islamisten besonders brutal. Als Saddam Husseins Militär, das zu der sozialistischen und daher atheistischen Ba‘ath (Arabisch für „Auferstehung“) Partei gehörte, in den 70er-Jahren die volle Macht im Irak übernahm, wurde jedes Anzeichen von Religiosität von der Regierung als destabilisierende Kraft angesehen und mit voller Härte unterdrückt. Das wiederum konnte das explosive Potential des „puritanischen Islam“ nur radikalisieren.

Als 2003 die USA den Irak angriffen und wenige Monate später den irakischen Diktator stürzten, hatte man erwartet, die irakische Gesellschaft würde sich demokratisieren. Der Krieg mit den USA aber wandelte sich in einen extrem blutigen Bürgerkrieg zwischen verschiedenen muslimischen Strömungen. Plötzlich war Religion im Irak, die für Jahrzehnte nur eine extrem marginale Rolle gespielt hatte, ein entscheidender Faktor, der das Überleben eines Menschen, einer Familie oder einer Stadt bestimmen konnte, wobei sich Sunniten und Shi’iten gegenseitig massakrierten.

Die radikalsten Anhänger des Salafismus organisierten sich um die Figur von Al-Zarqawi, ein Kämpfer, der in Afghanistan ein Trainingscamp der Terrororganisation Al Qaida besucht hatte und im Irak die affiliierte Branche „Al Qaida im Irak und der Levante“ führte. Diese wurde später, nach dem Tod vom Zarqawi, in den Islamischen Staat integriert. Salafismus ist nicht gleich IS, aber Salafismus stellt die ideologische Basis des IS dar.

Nach dem Rückzug der US-Truppen im Jahre 2011 war der IS in der Lage, mehrere Städte im Norden Iraks und Syriens zu erobern. Erst 2014, als eine internationale Koalition gegen den IS vorging, konnten diese Gebiete von der irakischen Zentralregierung zurückerobert werden.

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