"Ursachen von Bad Practices: Kinderarbeit"

  • Fachrichtung:Sozialwissenschaft
  • Studienfach:
  • Thema:
    Ursachen von Bad Practices: Kinderarbeit
  • Art der Arbeit:Exposé
  • Seitenzahl:5
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Exposé Arbeit
“Ursachen von Bad Practices: Kinderarbeit”

 

  1. Abstract zur Masterthesis

Problemstellung: Das Thema der Kinderarbeit ist in der gegenwärtigen wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion kaum populär und taucht meistens als Horrormeldung über Kinderausbeutung, Kinderarmut und Kindesmisshandlung auf. Auch UNICEF berichtet über die rückläufigen Zahlen der weltweiten Kinderarbeit.[1] In industriellen Ländern stellt Kinderarbeit eher eine Ausnahme dar. Jedoch dort, wo sie wirklich diskutiert wird, werden diese Diskussionen durch andere gesellschaftlichen Problemlagen gedrängt, die weit über die Debatten zur Kinderarbeit hinausgehen und in die generelle Zukunft der jeweiligen Arbeitsgesellschaft reichen. UNICEF berichtet 2019 noch über 152 Millionen Kinder, d. h. weltweit muss fast jedes zehnte Kind arbeiten, um das Überleben seiner Familie abzusichern.[2] Fast die Hälfte der arbeitenden Kinder leidet unter den Arbeitsbedingungen, die lebensgefährlich oder schlichtweg ausbeuterischer Natur sind. Die Organisation unterstreicht, dass die meisten der arbeitenden Kinder in Afrika und Asien leben und überwiegend im Bereich der Landwirtschaft tätig sind.[3]

Die Kinderarbeit lässt eine Reihe von Fragen zum Verhältnis von Kindsein und Erwachsensein offen.[4] Es gibt kaum einen Bereich der menschlichen Gesellschaft, der so vielfältig und widersprüchlich die Schwächen der kapitalistischen Gesellschaft offenbart wie die gesellschaftliche Positionierung zur Kinderarbeit. Jedoch bleibt das immer noch die Realität in den sich entwickelnden sowie auch in den Schwellenländern. Wettengel berichtet 2013 in seinem Werk, über die Ursache dieser Situation und benennt vor allem Armut und den begrenzten Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten. Er liefert die These, dass Kindern, die aufgrund eines zu niedrigen Arbeitslohns der Eltern ihren Teil zum Familieneinkommen leisten müssen und deshalb weniger Zeit für Bildung aufbringen können, dadurch im Erwachsenenalter Lohneinbußen entstehen, durch welche sie sich wiederum gezwungen sehen, ihre eigenen Kinder ebenfalls zur Kinderarbeit zwingen zu müssen.[5] Andererseits gibt es ebenfalls Thesen, dass die frühe Integration der Kinder in die Arbeitswelt disziplinierend und fördernd auf sie wirken würde.[6] Die Meinungen sind somit unterschiedlich, wobei fraglich bleibt, welche Stellungnahme die Eltern der arbeitenden Kinder dazu haben. Kinder müssen aus verschiedenen Gründen arbeiten, zwingende Bedingungen wie Armut oder Naturkatastrophen verschärfen diese Problematik oftmals noch. Vor allem Familien aus der Dritten Welt sehen meistens nicht Schlechtes darin, wenn Kinder während der Erntezeit oder im Familienbetrieb Unterstützung leisten. Anders ist die Situation jedoch geartet, wenn ein Kind zur Arbeit gezwungen wird, z. B. durch Schuldknechtschaft oder als Opfer von Menschenhändlern.[7]

 

Die Motivation zu dieser Arbeit ergibt sich aus den Problemstellungen der Forschung und der Analyse der empirischen Studien zu der Problematik der Kinderarbeit. Die Wissenschaftler analysieren vor allem die ökonomische Situation, den sozialen Stand der Familien und der Gesellschaft sowie deren Kultur, wo das Phänomen der Kinderarbeit zunehmend auftaucht. Jedoch bleibt die Einstellung der Eltern, also ihr Verhältnis zur Notwendigkeit, dass die eigenen Kinder arbeiten, nicht selten unterrepräsentiert. Des Weiteren werden Kinder durch Arbeit sogar gefördert. Die Initiative, etwas Geld zu verdienen, geht dabei nicht selten von den Eltern aus. Honig betrachtet die Kindheit 2000 aber nicht als eine ökonomische Kategorie und unterstreicht, dass sie daher Schutz braucht. Liebel erachtet das Phänomen der Kindertätigkeit 2005 als Doppelmoral, da einem Kind seiner Meinung nach nicht jede Tätigkeit anvertraut werden kann. Es gibt sehr viele Bereiche, welche sich gefährdend auf die Kindheit und die weitere Entwicklung auswirken. Es gibt aber auch Arbeiten, die Kinder fördern und integrieren, wie z. B. Arbeit im Sport oder in Medien.[8] Liebel unterstreicht, dass anstelle einer allgemeinen Verneinung von Kinderarbeit und der Schutz der Kinder von den notwendigen Arbeiten umgesetzt werden sollten.[9]

Basierend auf dem Obengesagten wird für die vorliegende Arbeit folgende Forschungsfrage formuliert: Was bedeutet die Arbeit von Kindern vor allem in der Dritten Welt aus der Perspektive ihrer Familien?

Das generelle Ziel der Untersuchungen ist die Fragestellung, wie Eltern die Arbeit ihrer eigenen Kinder genau einschätzen. Zur Beantwortung werden außerdem detailliert die Einflussfaktoren geprüft sowie die Meinungen unterschiedlicher Gesellschaften und Kulturen verglichen.

 

Untersuchungsgang: Die Struktur der zu erstellenden Arbeit sieht wie folgt aus:

In der Einleitung werden die Fragestellung, der bisherige Stand der Forschung sowie die Methodologie der Untersuchung mittels Literaturrecherche dargestellt. Im zweiten Kapitel werden die Begriffe „Kinderarbeit“, „Kinderrechte“, „Kinderarmut“ und „Wandel der Arbeitsgesellschaft“ definiert. Diese Begriffe werden in Anlehnung an offizielle Formulierungen von UNICEF, UN und International Labour Organisation (ILO) erläutert, gesetzliche Regelungen werden kurz erfasst, außerdem wird auf die Problematik einer allgemeingültigen Definition eingegangen. Im dritten Kapitel werden die Problematik und das Verhältnis der Kinder zur Arbeit erforscht, indem die Arbeit als eine soziologische Schlüsselkategorie erachtet wird. Es werden dafür die möglichen Ursachen für Kinderarbeit sowie das Verhältnis zwischen Arbeit und Geschlecht analysiert. In diesem Kapitel werden ferner unterschiedliche Ansätze hinsichtlich des Diskurses über Kinderarbeit erfasst, dafür werden unterschiedliche gesetzliche Verbote und der Einfluss der Kulturen berücksichtigt. Des Weiteren werden die Familienrollen und die soziologische Stellung der Kinder in der Familie näher betrachtet. Das vierte Kapitel liefert die evaluierten Ergebnisse der recherchierten empirischen Studien und Forschungen. Im darauffolgenden Artikel werden ethischen Überlegungen diskutiert, die sowohl auf den oben aufgeführten theoretischen Grundlagen basieren als auch auf soziologischen Theorien der sozialen Gerechtigkeit. Abschließend wird die Forschungsfrage abgerundet durch eine kritische Würdigung beantwortet. Die Arbeit wird durch ein Fazit abgeschlossen, in dem die wichtigsten Zukunftsprognosen zusammenfließen.

  1. Literatur

    Charbonneau Ninja (2020): Die sieben wichtigsten Fragen und Antworten. Online auf: //www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kinderarbeit-fragen-und-antworten/166982, letzter Zugriff 22.04.2020

    Honig Michael-Sebastian (2000): Müssen Kinder vor Arbeit geschützt werden? In: PÄD Forum, Heft 6 / Dezember 2000, S. 455-460.

    Kirchhöfer Dieter (2009): Kinderarbeit? Ein pädagogisches Fragezeichen! Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag.

    Liebel Manfred (2005): Kinder im Abseits. Kindheit und Jugend in fremden Kulturen. Weinheim und München: Juventa.

    Rehbein Ulla (2020): Kinderarbeit. Online auf: //www.planet-wissen.de/geschichte/menschenrechte/kinderarbeit/index.html, letzter Zugriff 22.04.2020

    UNICEF-Bericht (2019): 152 Millionen Kinder müssen arbeiten. Online auf: //www.tagesschau.de/ausland/unicef-kinderarbeit-101.html, letzter Zugriff 22.04.2020

    Wettengel Jan (2013): Ökonomische Analyse von Kinderarbeit Empirie und Modellwelten. Hamburg: Bachelor + Master Publishing.

Die oben aufgeführten Quellen dienen als Kernquellen der Arbeit. Im Prozess der Erstellung der Arbeit werden auch andere wissenschaftlichen Quellen miteinbezogen.

  1. Grobstruktur der Arbeit

Die vorläufige Gliederung der Arbeit sieht wie folgt aus. Die Seitenzahlen der Kapitel sind die Ziel-Angaben, die der Unterkapitel geben Aufschluss über die bisherigen Ideen, wie die Kapitel inhaltlich gefüllt werden.

1     Einleitung……………………………………………………………………………………………………. .

1.1              Problemstellung……………………………………………………………………………………

1.2              Zielsetzung………………………………………………………………………………………….

1.3              Methodologie der Arbeit……………………………………………………………………….

2     Definition der Kinderarbeit ………………………………………………………………………….

2.1              Allgemeine Definition…………………………………………………………………………..

2.2              Gesetzliche Regelungen………………………………………………………………………..

2.3              Problem der allgemeingültigen Definition ………………………………………………

2.4              Arbeit als soziologische Kategorie …………………………………………………………

 

3     Kinder und Arbeit ……………………………………………………………………………………….

3.1              Wandel der Arbeitsgesellschaft………………………………………………………………

3.2              Ursachen……………………………………………………………………………………………..

3.2.1    Armut …………………………………………………………………………………………….

3.2.2    Bildung…………………………………………………………………………………………..

3.2.3    Kulturelle Basis……………………………………………………………………………….

3.2.4    Familiäre Ausbeutung………………………………………………………………………

3.3              Familienbeziehungen und Kinderarbeit…………………………………………………..

3.4              Kinderarbeit und Geschlecht …………………………………………………………………

3.4              Das Verbot der Kinderarbeit  ………………………………………………………………..

4     Der empirische Teil……………………………………………………………………………………….

4.1              Ist-Situation in Industrieländern und in der Dritten Welt…………………………..

4.2              Einstellung der Eltern  ………………………………………………………………………….

4.3              Theorie der Gerechtigkeit …………………………………………………………………….

4.6              Kritische Würdigung der Ergebnisse………………………………………………………

5     Fazit und Prognose ………………………………………………………………………………………

 

  1. Erläuterung der Methodologie

Vor der empirischen Durchführung wird zunächst die wissenschaftliche Basis dargelegt. Um die zentrale Fragestellung der Arbeit objektiv beantworten zu können, bedarf es der Analyse zahlreicher wissenschaftlicher und fachlicher Quellen. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wird die sorgfältige Analyse des Inhalts der fachlichen Quellen umgesetzt. Die ermittelten Informationen werden dementsprechend evaluiert und mit den Ergebnissen der Analyse der empirischen Ergebnisse verglichen. Die fachliche Analyse der Studien, wissenschaftlichen Quellen und der relevanten Statistiken wird nach dem Schneeballsystem eingesetzt, indem konkrete fachliche Quellen weitere interessante Literaturhinweise geben. Außerdem kommen wissenschaftliche Vergleichsmethoden zum Einsatz, welche die unterschiedlichen Ansätze einander gegenüberstellen und gemäß ihrer Relevanz einordnen lassen, sodass diese abschließend auf Grundlage von klar nachvollziehbaren Schlussfolgerungen bewertbar werden.

[1]   vgl. UNICEF-Bercht, 2019, web

[2]   vgl. UNICEF-Bericht, 2019, web

[3]   vgl. UNICEF-Bericht, 2019, web

[4]   vgl. Kirchhöfner, 2009, S. 9

[5]   vgl. Wettengel, 2013, S. 13

[6]   Vgl. Wimmer, 2015, S. 29ff

[7]   vgl. Charbonneau, 2019, web o.S.

[8]   vgl. Liebel M., 2005, S. 140

[9]   vgl. Liebel M., 2005, S. 149

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