25 Euro auf Ihr Guthaben zu Ihrem Geburtstag! Bekommen

"Welche Energiesparpotenziale sind im Industriebau mit Hinblick auf das Immobilien und Baurecht vorzuweisen?"

  • Fachrichtung:Energiemanagement. Industrielles Bauwesen
  • Studienfach:
  • Thema:
    Welche Energiesparpotenziale sind im Industriebau mit Hinblick auf das Immobilien und Baurecht vorzuweisen?
  • Art der Arbeit:Hausarbeit
  • Seitenzahl:8
  • Einzigartigkeit:96.8%
Seminararbeit
docx ()
Einzigartigkeit
pdf ()

Inhaltsverzeichnis

 

Einführung……………………………………………………………………………………………………………………… 2

Grundlegende Anforderungen an die Richtlinien und Standards der Europäischen Union zur Gebäudeenergieeffizienz……………………………………………………………………………………………………. 3

Implementierung der Energieeinsparung…………………………………………………………………………….. 7

Energiesparpotenziale im Industriebau……………………………………………………………………………….. 9

Fazit………………………………………………………………………………………………………………………………. 9

Literaturverzeichnis……………………………………………………………………………………………………….. 10

 

 

Einführung

Das Problem der Energieeinsparung wird von Jahr zu Jahr aktueller. Es ist richtiger, den Energieverbrauch zu senken, als die Energieerzeugung zu erhöhen. Daher werden auch Probleme wie begrenzte Energieressourcen, hohe Kosten und negative Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit der Art der Energieerzeugung abnehmen. Überall auf der Welt sucht man seit Langem nach Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken. Dies kann durch rationellen Einsatz von Ressourcen erreicht werden.

Weltweit ist das Thema Energieeinsparung im Bauwesen seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts als Teil einer gemeinsamen Linie zur Energieeinsparung aktiv zum aufkommenden Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“ geworden. Nach der globalen Finanzkrise erscheinen die ersten energieeffizienten Gebäude als neues Gebiet des experimentellen Bauwesens.

Die Hauptidee der Energieeinsparung ist, dass die Energienutzung effizienter sein kann, wenn diese Maßnahmen technisch machbar und wirtschaftlich gerechtfertigt sind, mit akzeptablen ökologischen und sozialen Aspekten; d. h., diese Maßnahmen sollten mit nur geringfügigen Änderungen in der traditionellen Lebensweise der Menschen einhergehen.

Ein Beispiel ist der Bau eines experimentellen Wohngebiets in Helsinki. Die Fähigkeiten von Computergeräten zur Verwaltung von technischen Geräten sind zum Haupttrend von technischen Strukturen geworden, die als „intelligentes Bauen“ bezeichnet werden. Die dänischen und schwedischen Energiestandards im Baugewerbe gehören weiterhin zu den komplexesten der Welt. Der schwedische SBN-80 übertrifft bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Standards anderer europäischer Länder hinsichtlich seiner Anforderungen.

Später werden Häuser entworfen, die vollständig an die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa angepasst sind und hauptsächlich interne Wärmeressourcen zum Heizen nutzen. Dies stellt die Entwicklung des ersten „passiven“ Hauses dar. Diese müssen einen minimalen Energieaustausch mit der Umwelt realisieren, der mit einer hochwertigen Isolierung und Wärme verbunden ist, um die Thermik aller Emissionen so weit wie möglich auszunutzen. Die ersten Designer dieser Art von Gebäude sind der Schwede B. Adomson und der deutsche Architekt W. Feist. Das erste Passivhaus ist ein Wohngebäude mit vier Wohnungen aus Silikatziegeln mit einer äußeren Isolierschicht aus 40 cm dickem Polystyrolschaum.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, Energieeinsparpotenziale im Industriebau mit Hinblick auf die Immobilien und das Baurecht zu untersuchen.

 

 

Grundlegende Anforderungen an die Richtlinien und Standards der Europäischen Union zur Gebäudeenergieeffizienz

Wohnhäuser in den EU-Ländern werden in gewöhnliche Häuser (Energieverbrauch 400 kWh pro 1 m² pro Jahr), „Passivhaus“ (Verbrauch nicht mehr als 15 kWh) und „aktives Haus“ unterteilt.

„Passivhaus“ gibt aufgrund der Wärmedämmung wenig Wärme ab, wodurch die Wirkung einer „Thermoskanne“ erzielt wird, wodurch das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur im Haus gewährleistet wird. Der „Thermoskannen-Effekt“ ist ein geschlossenes Heizsystem mit einer regenerativen Belüftung, diese Häuser verbrauchen 80 % weniger Energie. Heute ist das „Passivhaus“ der weltweit führende Energieeffizienzstandard und in vielen EU-Ländern eine geschützte Marke.

In Deutschland gibt es im Jahr der vorliegenden Arbeit mehr als 10.000 Passivhäuser. Diese Häuser werden ebenfalls in Schweden, Österreich, Finnland und in der Schweiz gebaut. Die Baukosten für derartige Häuser fallen 10-25 % höher aus als für gewöhnliche Häuser, dabei verbrauchen diese aber bis zu 90 % weniger Energie zum Heizen, sodass sich die höheren Baukosten für das Haus innerhalb von sieben bis zehn Jahren bezahlt machen.[1]

Ein „aktives Zuhause“ ist der nächste Schritt in der Entwicklung eines „Passivhauses“. Dieses Haus kann den gesamten Strom und das heiße Wasser produzieren. Das Warmwasser wird in diesen Häusern durch die Verwendung von Sonnenkollektoren oder Geothermie gewonnen. Auf dem Dach des „aktiven“ Hauses sind ein Solarkraftwerk und eine Wärmepumpe installiert, welche die Wärmepotenziale der Erde oder des häuslichen Abwassers in Warmwasser umwandeln.[2]

Die logische Schlussfolgerung zu den Entwicklungsstadien energieeffizienter Gebäude ist die Praxis des Baus von „sustainable buildings“. Diese Gebäude kombinieren ein angenehmes Raumklima mit einer maximalen Nutzung natürlicher Energie durch optimierte Energieelemente im gesamten Gebäude.

Es gibt Methoden zur Zertifizierung von Gebäuden hinsichtlich ihrer Energieeffizienz. In der EU ist das erste Gesetz dieser Art die Richtlinie 93/76/EG von 1993 zur Begrenzung der Kohlendioxidemissionen durch eine effizientere Energienutzung (SAVE). Das Gesetz sieht die Entwicklung von Energiepässen für Gebäude vor, die Ermittlung der tatsächlichen Energiekosten für Heizung, Klimaanlage und Warmwasserversorgung von Gebäuden, eine effektive Wärmedämmung neu errichteter Gebäude, eine regelmäßige Inspektion und Kontrolle von Heizkesseln mit einer Leistung von mehr als 15 kW, eine regelmäßige Analyse des Energieverbrauchs sowie die Steigerung der Energieeffizienz, außerdem eine Subventionierung auf staatlicher Ebene mit einem Drittel der Ausgaben zur Energieeinsparung.

Im Jahr 2002 wird ein weiteres Gesetz zur Energieeffizienz in den Gebäuden der EU-Mitgliedstaaten verabschiedet. Die Richtlinie 2002/91/EU (EPBD) tritt 2003 in Kraft und legt die allgemeinen Grundsätze für die Energieeffizienz von Gebäuden fest. Nach diesem Gesetz bezeichnet die Energieeffizienz von Gebäuden den tatsächlichen Verbrauch oder die geschätzte Energiemenge für verschiedene Zwecke im Zusammenhang mit der normalen Nutzung, insbesondere Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten. Bei der Berechnung der Energiemenge werden die Isolierung, die technischen Eigenschaften der Anlage, die Ausrichtung in Bezug auf die einfallende Sonnenstrahlung, die Auswirkungen der umgebenden Gebäude und die eigene Energieerzeugung berücksichtigt. Natürlich berücksichtigt das Gesetz auch Faktoren wie das Raumklima in Innenräumen, die sich ebenfalls auf den Energiebedarf auswirken. Mit dem Aufkommen der EPBD wurde in allen EU-Ländern die Energiezertifizierung von Gebäuden eingeführt, die seit 2009 obligatorisch ist.[3]

Im Mai 2010 wird die Richtlinie überarbeitet und in die Richtlinie 2010/31/EU geändert. Mit der Verabschiedung der Richtlinie sollen die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden gestärkt und gewisse Bestimmungen der vorherigen Richtlinie präzisiert werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Tatsache gelegt, dass der Gebäudeinstandhaltungsbedarf 40 % des Energieverbrauchs und 36 % der CO2-Emissionen in den EU-Ländern ausmacht. Energieeffizienz wird als Instrument zur Erreichung der Energie- und Umweltziele der EU definiert, nämlich eine Reduzierung der Emissionen um 20 % an Treibhausgase und 20 % Energieeinsparung bis zum Jahr 2020. Darüber hinaus wird in der neuen Fassung der Richtlinie auf die Notwendigkeit hingewiesen, einen universellen Mechanismus für die Energiezertifizierung einzuführen, mit dem sich der Stand der energieeffizienten Darstellung von Gebäuden in verschiedenen Ländern vergleichen lässt. Beträgt der Unterschied zwischen den bestehenden nationalen Anforderungen für dieses optimale Werteniveau mehr als 15 % mit demselben in der neuen Richtlinie festgelegten Indikator, muss der EU-Mitgliedstaat die Gründe erläutern.

Die EPBD 2 Richtlinie bewahrt den Ansatz für Gebäude als einheitliche Energiesysteme. Es gibt also Verpflichtungen für EU-Mitgliedstaaten, die zur Entwicklung und Integration von Methoden beitragen:[4]

  • Energieeigenschaften zu normalisieren
  • Nationale Mindestenergieanforderungen für neue Gebäude festzulegen und bestehende Gebäude zu überholen
  • Einführung einer Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden und regelmäßige Inspektion von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen

 

Bis zum 31. Dezember 2020 müssen alle im Bau befindlichen Gebäude in der EU die Leistung von Gebäuden mit minimalem Energieverbrauch erfüllen und in größerem Umfang muss diese Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Bei der Planung eines neuen Gebäudes muss die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, andere Energieversorgungssysteme wie dezentrale Energieversorgungssysteme und zentrales Heizen und Kühlen zu verwenden. Die Bedeutung und Qualität sowohl der Energiezertifikate von Gebäuden als auch der Kontrolle über technische Systeme von Gebäuden nimmt zu. Die in den Zertifikaten angegebenen Energieeigenschaften der Gebäude müssen in Wohnungsinseraten angegeben werden, was sich auf die Kosten für den Verkauf von Gebäuden und die Festsetzung von Mieten auswirkt. Der Energiepass des Gebäudes wird informativer und enthält Empfehlungen zur Verfügbarkeit zusätzlicher Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Die EU-Mitgliedstaaten müssen ferner nationale unabhängige Regulierungssysteme einrichten und Geldbußen wegen Nichteinhaltung verhängen.[5]

In Deutschland gibt es zwei Arten von Energiezertifikaten:

Zertifikate basierend auf dem vorberechneten Energiebedarf des Gebäudes – Berechnungsansatz

Zertifikate basierend auf der tatsächlich verbrauchten Energie des Gebäudes – ein instrumenteller Ansatz

Zertifikate, die auf einem Berechnungsansatz basieren, sind normalerweise recht teuer, da solche Zertifikate häufig einen Besuch eines Energieexperten erfordern, der detaillierte Informationen über das Gebäude und seinen Energiebedarf liefern kann. Zertifikate, die auf einem instrumentellen Ansatz basieren, erfordern keinen Experten, um das Gebäude zu inspizieren, und werden daher als relativ preiswert angesehen. Gleichzeitig müssen neue und wesentlich modernisierte Gebäude über Energiezertifikate verfügen, die auf einem Berechnungsansatz basieren. Alle anderen Gebäude können in der Regel auf der Grundlage eines kalkulierten oder instrumentellen Ansatzes zwischen den Zertifikaten ausgewählt werden.[6]

Die heute in Deutschland verwendete Energieberechnungsmethode ist eine ganzheitliche Methode, die in der 2005 eingeführten DIN V 18599 ausführlich beschrieben ist. Diese Richtlinie bestätigt die Tatsache, dass die Anforderungen der Energiesparverordnung vollständig umgesetzt werden, und formuliert Energieeffizienzstandards für Energiezertifikate auf der Grundlage eines Berechnungsansatzes. Die Richtlinie DIN V 18599 ist die einzige Methode zur Berechnung des Energieverbrauchs zum Heizen und Kühlen eines Gebäudes sowie seiner normalen Funktionsweise. Diese Norm bewertet die Energieeffizienz von Beleuchtungs- und Heizungssystemen, Lüftung, Kühlung und Warmwasser. Um die Arbeiten zu vereinfachen und die mit der Energieberechnung für bestehende Gebäude verbundenen Kosten zu senken, wird die Methode der „vereinfachten Datenerfassung“ nach DIN V18599 entwickelt und implementiert. Diese Methode ermöglicht es einem Experten, Berechnungen basierend auf Standardschätzungen durchzuführen.

 

Abbildung 1: Energieausweis

 

Das Energiepass-Erfassungssystem in Deutschland erfordert keinen Bericht über ausgestellte Zertifikate und daher gibt es keine zentrale Datenbank für die Registrierung von Energiezertifikaten. Ebenfalls fehlt ein unabhängiges Energiepasskontrollsystem in Deutschland. Darüber hinaus gibt es keine offizielle Software zur Zertifikatserfassung. Infolgedessen ist es ziemlich schwierig, eine allgemeine Bewertung der potenziellen und tatsächlichen Energieeinsparungen vorzunehmen, die im ganzen Land durch die Verwendung von Zertifikaten erzielt werden.[7]

Die deutschen Erfahrungen bei der Umsetzung hoher Energieeffizienzstandards sind sehr erfolgreich und haben sich sogar zu einem Vorbild für die EU-Mitgliedstaaten entwickelt. Dank der Energiesparverordnung sowie anderer Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz des Wohnsektors ist es in Deutschland gelungen, die Energiereserven zu erhöhen und die Treibhausgasemissionen zu senken. Zu den Hauptvorteilen des deutschen Energieeffizienzstandards zählen:[8]

  • Erschwingliche Finanzierung:
    Das KfW-System sieht zinsgünstige Darlehen für den Bau sowie die Modernisierung von Gebäuden nach gültigen Energieeffizienzstandards vor.
  • Bereitstellung der erforderlichen Informationen:
    Informationen zur Energieeffizienz sind weit verbreitet und öffentlich kostenfrei verfügbar. Darüber hinaus bieten verschiedene Agenturen Beratungsdienste und umfassende Lösungen für die Umsetzung von Energieeffizienzstandards in der Bauindustrie an.
  • Schaffung der Grundlage für eine wirksame Zusammenarbeit auf regionaler Ebene, um die besten Ergebnisse im Bereich der Energieeinsparung zu erzielen.
  • Besonderes Augenmerk wird auf das Erreichen von Energieeffizienzstandards bei minimalen Kosten gelegt. Um die Kosten zu senken, verfolgt Deutschland einen integrierten Ansatz bei der Umsetzung von Energieeffizienzstandards.
  • Ebenso wird der Nutzung erneuerbarer Energiequellen eine große Bedeutung beigemessen. Erneuerbare Energiequellen nehmen im Jahr … einen beträchtlichen Platz in der Struktur der Energiebilanz des Landes ein und machen mehr als 9 % des gesamten Energieverbrauchs aus.

Trotz der Tatsache, dass Deutschland erhebliche Fortschritte bei der Umsetzung von Energieeffizienzstandards erzielt hat, gibt es Möglichkeiten für Kosteneinsparungspotenzial im Bereich des energiesparenden Bauens. Deutsche Experten halten es demnach für notwendig, ein wirksames Kontrollsystem für die Umsetzung von Energieeffizienzstandards zu entwickeln.[9]

 

Implementierung der Energieeinsparung

Die heutigen Energieeinsparungsziele der EU werden häufig als „20–20–20“ bezeichnet, dies bedeutet: Bis 2020 sollen 20 % der Primärenergieeinsparungen erreicht werden, also 20 % mehr Energieeffizienz, 20 % der Energie aus erneuerbaren Quellen erzielt und die Kohlendioxidemissionen um 20 % gesenkt werden. Im Jahr … werden Streitigkeiten über Emissionen diskutiert. Die europäischen Energiestandards berücksichtigen alle Änderungen im Mechanismus des „Emissionshandels“ – wie viel wird reduziert und wie wird die Menge der Kohlendioxidemissionen kontrolliert? Hier werden jedoch nur Fragen berücksichtigt, die in direktem Zusammenhang mit dem Energieverbrauch und der Energieeffizienz stehen.

Welche Maßnahmen werden von den EU-Staaten ergriffen? Gemäß den europäischen Vorschriften aus der im Jahr 2010 verabschiedeten Version der EPBD-Richtlinie (Abk.: Energy performance building directive) sollten ab 2020 alle Neubauten innerhalb der Europäischen Union einen niedrigen Energieverbrauch haben, der niedriger als 45 kW pro Quadratmeter im Verbrauchsjahr ausfällt. Seit 2018 gilt diese Anforderung bereits für alle neuen öffentlichen Gebäude. Natürlich werden diese Normen offiziell eingeführt, um die globale Erwärmung wirksamer zu bewältigen. Der Gaspreis mit unzureichender Energieunabhängigkeit einzelner EU-Länder ist jedoch ein mehr als ausreichendes Argument für eine solche Entscheidung.[10]

Richtlinien von EU-Ländern haben trotz ihres Rahmencharakters den Status verbindlicher Empfehlungen für alle Länder, d. h., die Normen europäischer Dokumente sollten sich in der nationalen Gesetzgebung widerspiegeln. Die EPBD enthält allein allgemeine Anforderungen und jedes Land hat das Recht, seine eigenen Lösungen für die Umsetzung der in dieser Richtlinie festgelegten Maßnahmen zu finden. Im Zuge dessen wird in Deutschland im Jahr 2002 ein Gesetz namens Energieeinsparverordnung (EnEv) verabschiedet, welches mehrmals verfeinert wird, wobei die letzten vorgenommenen Änderungen aus den Jahren 2007 und 2009 stammen.[11]

Die EnEv betrachtet das Gebäude als ein einziges Energiesystem, d. h., sie berücksichtigt sowohl den Verbrauch von Primärenergie mit einem geeigneten Koeffizienten als auch den streng standardisierten Wärmeschutz eines Gebäudes. Die EnEv-Anforderungen gelten für alle Gebäude mit Ausnahme von Gebäuden mit einem besonderen historischen Wert. Seit … wird in Deutschland für alle energieverbrauchenden Gebäude ein Energiepass benötigt. Seit Mitte 2008 wird diese Anforderung für Gebäude auferlegt, die vor 1966 gebaut wurden, sechs Monate später wird sie ebenfalls auf alle neugebauten Immobilien ausgeweitet. Hausbesitzer müssen ein solches Dokument bspw. beim Verkauf oder bei Vermietungen vorlegen. Neben der Energiebilanz des Gebäudes enthält der Energieausweis auch die wichtigsten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Anlage.

 

 

Technische Lösungen: Einsparung und Aufbewahrung

Etwa 40 % der im Land verbrauchten Energie wird von Gebäuden und Bauwerken „verbraucht“. Die Gebäudehüllen von Häusern sind in der Regel sehr solide, gleichzeitig kann ihre Wärmeleitfähigkeit mithilfe moderner Materialien deutlich reduziert werden. Gute Mauern sind eine grundlegende Maßnahme, ohne die alle anderen einfach kein Resultat haben.

Die Hauptverbraucher von Energie in einem Gebäude sind Heizungs- und Warmwassersysteme, Lüftungs- und Klimaanlagen, Lichtquellen sowie Haushaltsgeräte, wobei Heizung und Wasserversorgung den größten Energiebedarf aufweisen. Nach Schätzungen von … beträgt dieser Verbrauch 60 bis 85 % des gesamten Gebäudeverbrauchs oder etwa ein Drittel des Energieverbrauchs im ganzen Land. Dementsprechend besteht der Hauptweg zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes in der Optimierung dieser Systeme.

Nach Angaben des Branchenverbandes BDH [12] werden in Deutschland rund acht Millionen Gaskesselheizsysteme betrieben, von denen jedoch nur rund 13 % in Kombination mit erneuerbaren Energiequellen arbeiten. Lediglich 10 % der Kessel zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz aus. In Deutschland werden im Jahr … mehr 5,7 Millionen Flüssigbrennstoffkessel und insgesamt 700.000 Biokraftstoff- und Biogasanlagen betrieben. Dies bedeutet, dass trotz der Tatsache, dass in Deutschland seit Langem Energie gespart wird, das Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz immer noch enorm ist. Es ist nicht der Staat, der die Einführung energiesparender Geräte finanziert, dies wird von großen Unternehmen und autorisierten Agenturen durchgeführt. Ein Eigentümer, der einen modernen Kessel in Kombination mit einer „grünen“ Energiequelle installiert hat, erhält das Recht, bis zu 15 % seiner eigenen Investitionen steuerlich geltend zu machen.

In Deutschland wird immer mehr Warmwasser durch Solarkollektoren erzeugt. Ein weiterer Trend ist die Erhöhung des Anteils an Wärmepumpen, wobei ein spezieller Wärmepumpentyp am Abwasser installiert wird. Tatsache ist, dass dem Haus zufließendes Wasser viel kälter ist als das über den Abwasserkanal abfließende. Die Wärme, die zum Erhitzen des Wassers im Haus aufgewendet wird, in den Abwasserkanal einzuleiten, gilt gemessen an den aktuellen Energiestandards als verschwenderisch. Die aus dem Abwasser gewonnene Wärme lässt sich mittels einer Wasser-Wärmepumpe abführen und zum Erhitzen des Leitungswassers für den Hausgebrauch verwenden.

 

 

Energiesparpotenziale im Industriebau

 

 

Fazit

 

 

Literaturverzeichnis

Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) (2018): Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik: Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland, Stand: Dezember 2015, Hrsg: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, S. 18 – 45.

Anderer, P./Naumann, S. (2013): Lenkungswirkung der Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG 2004 und 2009) für die ökologische Modernisierung von Wasserkraftanlagen – Ergebnisse einer Umfrage. In: WasserWirtschaft Nr. 3, 2013, S. 16 – 20.

Conrad J., Pellinger C.; Hinterstocker M. (2016): Netzentlastung durch Laufwasserkraftwerke, BWK Bd. 68 (2016) Nr. 10, S. 52 – 54.

Lanuv, H. (2017): Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW, Teil 5 – Wasserkraft, Hrsg. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) Fachbericht 40, Recklinghausen, S. 101 – 169.

Schechner, A. (2017): Der Naturstromspeicher: Ein flexibler Stromspeicher für die Energiewende. In: WasserWirtschaft 107 (2017), Nr. 10, S. 88 – 91.

Schlesinger M., Lindenberger D., Lutz Ch. (2014): Entwicklung der Energiemärkte – Energiereferenzprognose; Projekt Nr. 57/12, Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Basel/Köln/Osnabrück, S. 63 – 68.

[1]                     vgl. Schechner, 2017, S. 88-91.

[2]                     vgl. Lanuv, 2017, S. 103-106.

[3]                     vgl. Schlesinger et al., 2014, S. 63.

[4]                     vgl. Schlesinger et al., 2014, S. 63.

[5]                     vgl. Conrad et al., 2016, S. 52.

[6]                     vgl. Lanuv, 2017, S. 103-106.

[7]                     vgl. Conrad et al., 2016, S. 53.

[8]                     vgl. Lanuv, 2017, S. 103-106.

[9]                     vgl. Schlesinger et al., 2014, S. 64.

[10]                   vgl. Lanuv, 2017, S. 103-106.

[11]                   vgl. Schlesinger et al., 2014, S. 65.

[12]            vgl. bdh-koeln.de

Die Arbeiten, die Sie hier finden, sind ausschließlich Beispiel- und keine finalen Arbeiten für die Abgabe bei Bildungsinstitutionen. Außerdem beachten Sie bitte, dass sich alle auf der Internetseite befindenden Inhalte das geistige Eigentum von GWC Ghost-writerservice sind. Jedwede Verwendung davon ist nur nach der Erlaubnis von der Agentur möglich.
Unverbindlich anfragen

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir melden uns bei Ihnen so bald wie möglich.

Prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir melden uns bei Ihnen so bald wie möglich.